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Asylzentrum in Amden bleibt bestehen

Christoph Leiber

Asylpolitik Von 120 Plätzen für Flüchtlinge sind im ehemaligen Kurhaus Bergruh derzeit knapp 60 belegt. Eine solche Auslastung genüge für einen längerfristigen Betrieb, sagt Jürg Eberle, Leiter des kantonalen Migrationsamts: «Wir benötigen freie Kapazitäten, weil wir Flüchtlingsströme nicht vorhersehen können.» Anfang Jahr lebten weniger als 40 Personen im Zentrum – was laut Leiter Stephan Trachsel nicht ausreicht, um die Strukturen aufrechtzuerhalten. Der Grund für die gestiegene Auslastung liegt darin, dass der Kanton seine beiden kleinsten Zentren wegen der anhaltend tiefen Flüchtlingszahlen stillgelegt hat. 22 Angestellte erhielten in Wil und Neckermühle die Kündigung. In den übrigen vier Zentren bleiben alle Arbeitsplätze erhalten, auch die 18 Stellen in Amden.

Kanton hält an Reserve fest

Die stillgelegten Zentren behält der Kanton als Reserve, um die Kapazitäten bei Bedarf schnell hochfahren zu können. Einen neuen Standort zu suchen und betriebsfähig zu machen, nehme zwei Jahre in Anspruch, erklärt Amtsleiter Eberle. Die Situation könne sich jedoch in einem viel kürzeren Zeitraum ändern.

Für dieses Jahr musste der Bund seine Prognosen deutlich nach unten korrigieren. Gingen die Behörden im Januar noch von 24000 Asylgesuchen aus, so ist die erwartete Zahl auf unter 20000 gesunken. Noch drastischer fällt der Rückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2015 aus: Damals beherbergten die St. Galler Zentren 1350 Personen, jetzt sind es gerade noch 226. Die Ankunftszahlen in der Schweiz hängen laut Jürg Eberle hauptsächlich von der Entwicklung an der Südgrenze ab.

Die Zukunft der St. Galler Asylzentren wird nicht nur von den Flüchtlingszahlen beeinflusst, sondern auch von der geplanten Neustrukturierung des Schweizer Asylwesens ab 2019. Was diese für die St. Galler Standorte bedeutet, kann Eberle noch nicht abschätzen: «Erst muss man die Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden regeln.»

Christoph Leiber

ostschweiz@tagblatt.ch

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