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Asylbewerberin lag tot in Wohnung

Im Haus Sternen in Bronschhofen ist am Mittwoch eine 34jährige Russin tot aufgefunden worden. Die Polizei hat den Ehemann festgenommen.
In diesem Haus im Dorfzentrum fanden Rettungskräfte die tote Asylbewerberin. (Bild: Simon Dudle (Bronschhofen, 27. Oktober 2016))

In diesem Haus im Dorfzentrum fanden Rettungskräfte die tote Asylbewerberin. (Bild: Simon Dudle (Bronschhofen, 27. Oktober 2016))

In einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstrasse in Bronschhofen fand die Kantonspolizei St. Gallen am Mittwochmittag die Leiche einer 34jährigen Frau. Eine Nachbarin hatte den Rettungsdienst alarmiert, nachdem der Ehemann der Verstorbenen sie auf seine Frau aufmerksam gemacht hatte. Die Rettungskräfte konnten beim Eintreffen jedoch nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Kantonspolizei St. Gallen geht von einem Gewaltverbrechen aus. Wie sie mitteilt, handelt es sich bei der Toten um eine russische Asylbewerberin, die sich mit ihrem ebenfalls russischen Mann und der gemeinsamen Tochter in der Schweiz aufgehalten hatte.

Für den Ehemann gilt die Unschuldsvermutung

Die Polizei hat den 43jährigen Ehemann festgenommen. Bis weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen, gilt für ihn die Unschuldsvermutung. Weshalb er die Nachbarin verständigt hatte, wollte die Polizei auf Anfrage nicht kommunizieren. Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St. Galler Kantonspolizei, sagt lediglich: «Wir stehen noch am Beginn der Ermittlungen.»

Nebst der Polizei und dem Rettungsdienst war auch die Feuerwehr Wil vor Ort. Wie der Wiler Feuerwehrkommandant Andreas Dobler gegenüber unserer Zeitung sagte, war die Feuerwehr über die Notrufzentrale als erste aufgeboten worden und schickte zwei Mann, die lebenserhaltende Sofortmassnahmen hätten einleiten können. Zum Einsatz kamen die beiden Feuerwehrangehörigen allerdings nicht, da bereits die Ambulanz anwesend war. Da sie mit der zu betreuenden Person keinen Kontakt hatten, bekamen die Feuerwehrleute nicht mit, was vorgefallen war. «Erst im Nachhinein hörten wir, dass möglicherweise ein Verbrechen stattgefunden hat», sagt Dobler.

Tat soll im Obergeschoss geschehen sein

Das Haus, in dem die Frau starb, ist in Bronschhofen als Haus Sternen bekannt. Es handelt sich um ein ehemaliges Restaurant im Dorfzentrum, schräg gegenüber der Bäckerei Panetarium. Leute aus dem Dorf sagen, die Tat sei im Obergeschoss des Hauses geschehen.

Doch ob im nahegelegenen Restaurant, in der Bäckerei oder der Nachbarschaft: Niemand hat genau mitbekommen, was passiert ist. Eine direkte Nachbarin ist Ruth Keller. Sie sagt: «Es ist tragisch, dass solche Sachen passieren und nicht wirklich angenehm, direkt nebenan zu wohnen.» Sie berichtet, aus jenem Haus auch schon Schreie gehört zu haben, aber nicht im Zusammenhang mit diesem Delikt. Einige Nachbarn erzählen, dass seit mehreren Jahren Asylsuchende im Haus Sternen untergebracht seien. Negativ aufgefallen sind sie ihnen nicht.

Gemäss bisherigem Erkenntnisstand war der Ehemann der Toten nicht polizeilich bekannt. Die Tochter ist laut Rezzoli in Obhut gebracht worden. Derzeit klärt das Institut für Rechtsmedizin die genauen Todesumstände ab. (sdu/ph/jmw)

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