Arzt soll Patienten betrogen haben

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Justiz Am Landesgericht Feldkirch läuft derzeit ein zehntägiger Betrugsprozess. Angeklagt ist ein 69-jähriger Allgemeinmediziner, der mindestens 39 Patienten um insgesamt rund 64000 Euro betrogen haben soll. Der Trick: Der 69-Jährige vertrieb Medikamente, die keine Wirkstoffe enthielten, sondern Kochsalzlösung. Der Verteidiger betonte vor Gericht, dem 69-Jährigen sei es nie um finanziellen Gewinn gegangen. «Er war überzeugt, es handle sich um ein bahnbrechendes Mittel, mit dem Menschen geholfen werden kann.» Der Staatsanwalt argumentierte hingegen, die nach Schwere der Krankheit gestaffelte Preisliste spreche für Betrug. Auf die Frage, ob Todkranke bereit seien, mehr zu zahlen, antwortete der Arzt: «Ich war trotzdem viel billiger als die Pharmaindustrie.» Geliefert wurden die Ampullen von einem deutschen Arzt, der vor Gericht als Zeuge geladen ist und gegen den Ermittlungen laufen. Der Prozess dauert voraussichtlich noch bis zum 20. April. (ec/red)