Artgerechte Rennen für Windhunde

«Die letzten Tage des Greyhound», Ausgabe vom 11. Juni

Heinz Weidmann
Drucken
Teilen

In der «Ostschweiz am Sonntag» vom 11. Juni 2017 berichtet Dominik Buholzer über den verwerflichen kommerziellen Wettbetrieb mit Greyhounds in China. Zu Recht verurteilt er das tierschutzwidrige, üble Geschäft mit diesen edlen Hunden. In unseren Breiten­graden hingegen werden Windhunde aller Rassen von ihren Liebhabern vor allem deshalb zu Bahnrennen und Coursings (ohne Wettbetrieb) geführt, weil es durchaus artgerechter Haltung entspricht, diesen vierbeinigen Athleten Gelegenheit zu bieten, ihre besondere Bewegungs- und Jagdfreude auszu­leben. Erst kürzlich fanden in Lotzwil bei Langenthal die diesjährigen Coursing-Europameisterschaften statt. Beim Coursing wird die Flucht eines Hasen in freier Wildbahn simuliert. Ein Hasenfell wird mittels eines Zugseils und über Umlenkvorrichtungen mit einem Motor auf einem offenen Feld in wechselnden Richtungen vor jeweils zwei Windhunden etwa 600 bis 900 Meter weit gezogen. Das Jagdverhalten jedes Hundes wird von Punkterichtern bewertet. Es gewinnen die Hunde, die von den Richtern am meisten Punkte erhalten. Auch darüber könnte einmal berichtet ­werden.

Heinz Weidmann

Biserhofstr. 66, 9011 St. Gallen