Stadtplanung
Gefährlich und nicht behindertengerecht: Der Bahnhof Romanshorn soll ein neues Gesicht erhalten – dies ist das Projekt dahinter

Der Stadtrat hat das Siegerprojekt für die Neugestaltung des Bahnhofplatzes bestimmt. Die Öffentlichkeit erhält am 27. September Einblick. Dann informieren die Verantwortlichen um 19.30 Uhr in der Kanti-Aula.

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Luftbild des Romanshorner Bahnhofplatzes, der erneuert werden soll.

Luftbild des Romanshorner Bahnhofplatzes, der erneuert werden soll.

PD

Der Bahnhofplatz ist einer der wichtigsten Orte in der Hafenstadt. Nebst den vielen Pendlerinnen und Pendlern, die täglich das Areal nutzen, kommt dem Platz auch eine Scharnierfunktion zwischen Hafenareal und Stadtzentrum zu. Die Infrastruktur auf dem Bahnhofplatz vermag die heutigen Bedürfnisse nicht mehr zu befriedigen und sorgt teils für gefährliche Situationen zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmenden.

Bus-Kanten verstossen gegen Vorschriften

Ausserdem sind die Haltekanten für die Busse zu tief. Sie verstossen heute gegen die Vorschriften des Behindertengleichstellungsgesetzes. Um den Busknotenpunkt aufzuwerten und die Probleme am Bahnhofplatz zu beheben, sind Investitionen unumgänglich, schreibt die Stadt Romanshorn in einer Medienmitteilung.

Um die verschiedenen Herausforderungen möglichst optimal zu koordinieren, hat der Stadtrat Anfang Jahr ein Planerwahlverfahren lanciert, um Vorschläge zu erhalten den Bahnhofplatz als städtischen Lebensraum neu zu gestalten. Das Siegerprojekt aus dem Verfahren stammt von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, und zwar von den Planerinnen und Planern in Zürich, und wurde in den letzten Monaten zu einer Studie ausgearbeitet. Die Stadt:

«Sie besticht durch die flexible Weiterentwicklung der bestehenden Begegnungszone und schafft für die Bevölkerung einen erheblichen Mehrwert.»

Künftig liesse sie sowohl die bisherige Nutzung durch alle Verkehrsteilnehmenden als auch eine vom motorisierten Individualverkehr befreite Variante zu.

Bald können sich Interessierte ein Bild machen

An der Informationsveranstaltung vom 27. September erhält die Öffentlichkeit Einblick. Neben der Vorstellung des Projekts durch den Landschaftsarchitekten gehen die Verantwortlichen auf die politische und stadtplanerische Einordnung und die Rahmenbedingungen sowie den Ablauf ein. Die beteiligte Spurgruppe rundet den Abend mit ihrer Einschätzung ab, zudem gibt es eine Orientierung über die vorgesehene Mitwirkung in der Vorprojektphase. (red)

Die Abstimmung zum Kredit ist am 27. November. Eine allfällige Mitwirkung der Bevölkerung findet nach erfolgreicher Abstimmung statt.