Finanzen
Die beiden Romanshorner Schulgemeinden legen gute Zahlen für 2021 vor

Sowohl die Sekundar- als auch die Primarschulgemeinde weisen in der Rechnung Überschüsse aus: Insgesamt sind es 955’912 Franken. Sorgen bereitet dem Primarschulpräsidenten der erhöhte Förderbedarf bei vielen Kindern.

Markus Bösch
Drucken
Die geplante Mehrzweckhalle wird die Schulbehörden weiter beschäftigen. Das Siegerprojekt ist Anfang Jahr bestimmt worden.

Die geplante Mehrzweckhalle wird die Schulbehörden weiter beschäftigen. Das Siegerprojekt ist Anfang Jahr bestimmt worden.

Bild: PD

Besser als budgetiert: Beide Schulpräsidenten konnten am Dienstagabend an der Rechnungsgemeinde auf erfreuliche Rechnungsabschlüsse verweisen: «Die Steuereinnahmen übertrafen das Budget, die Grundstückgewinnsteuern ebenfalls und die Ausgaben waren weniger hoch, auch wegen Corona», sagte Sekundarschulpräsident Walo Bohl. So schliesst die Jahresrechnung 2021 mit einem Plus von 709’482 Franken. «Eine halbe Million wollen wir dem Erneuerungsfonds aus Baufolgekosten zuweisen, den Rest ins Eigenkapital.»

Die 37 anwesenden Stimmberechtigten sagten einstimmig Ja zur Rechnung und Gewinnverwendung. Für das laufende Jahr sind die Erneuerung der Sanitäranlagen und die Renovation des Treppenhauses der Reckholdernanlage geplant. Und die «Schule im Park», die sonderpädagogisch ausgerichtete Kleinklasse, ist in einen Teil der Firma Maron an der Hafenstrasse umgezogen.

Vorgängig hatte Schulleiter Markus Villiger auf das Coronajahr auf die damit verbundenen Herausforderungen, beispielsweise den Fernunterricht, zurückgeschaut. Bewältigt worden sei das Ganze auch mit einer transparenten Kommunikation auf allen Ebenen. Und selbstverständlich dank dem positiven Mitwirken und Zusammenarbeiten aller Beteiligten: der Lehrpersonen, der Jugendlichen und der Eltern.

Herausforderungen

Im Grunde dann das gleiche Bild bei der Primarschule, die im Anschluss ihre Versammlung durchführte: «Auch wir können mit 246’430 Franken einen Gewinn ausweisen, dank höheren Steuereinnahmen und weniger Ausgaben beim Pensionskassenwechsel», sagte Schulpräsident Hanspeter Heeb. Beschäftigen werde die Behörde die Infrastruktur, sprich die geplanten Bauten wie das Schulhaus im Brüggli und die Mehrzweckhalle. Weiter sagte Heeb:

«Sorgen macht uns die zunehmende Belastung der Lehrpersonen, einerseits durch die Coronapandemie, andererseits durch die verfehlte Mediennutzung im Kindesalter und weitere gesellschaftliche Entwicklungen, die bei vielen Kindern zu erhöhtem Förderbedarf führen.»

Nägel mit Köpfen habe die Behörde im Bereich Tagesstrukturen und frühe Förderung gemacht, unter anderem mit der Bildung einer Familienkommission, sagte Heeb weiter. Die Rechnung der Primarschulgemeinde wurde in der Folge einstimmig genehmigt. Der Gewinn wird dem Eigenkapital zugeschlagen.