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Zwischen festlich und phantasievoll

Der Kreuzlinger Organist André Simanowski überzeugte in der katholischen Kirche mit farbigen und virtuosen Stücken. Er hatte den zweiten Teil des diesjährigen Orgelsommers der Amriswiler Konzerte bestritten.
Heinrich Schlegel
André Simanowski überzeugte in der katholischen Kirche. (Bild: Heinrich Schlegel)

André Simanowski überzeugte in der katholischen Kirche. (Bild: Heinrich Schlegel)

Gut 40 Personen verfolgten die Darbietungen des Orgelvirtuosen in der Kirche St. Stefan. Mit lebhaften, festlichen, phantasievollen, melodiösen, lieblichen und wuchtigen Werken ergab sich ein begeisterndes Programm, das den Sommer in allen Facetten widerspiegelte. An den kommenden drei Sonntagen geht die Konzertreihe weiter mit Orgel und Chor am 15., Orgel und Horn am 22. und Orgel und Trompete am 29. August.

Eleganz und Fröhlichkeit

Johann Gottfried Walther, ein Zeitgenosse Bachs, hat die lebhaften Formen eines Concertos im italienischen Stil auf die Orgel übertragen. André Simanowski gelang es gut, Eleganz und Fröhlichkeit dieser Komposition zur Wirkung zu bringen. Girolamo Frescobaldis phantasievolle Variationen eines schlichten Themas im frühbarocken Stil bestachen durch eine Fülle von Stimmungen: Mal aufgeregtes Pfeifen, mal liebliches Flöten, mal wuchtiger, voller Klang.

Flinke Füsse

Leider sieht man bei einem Orgelkonzert nicht, wie gespielt wird. Man weiss aber, wenn die grossen Basspfeifen ertönen, sind die flinken Füsse des Organisten am Werk. Packende, teils äusserst virtuose, schnelle Läufe, auf dem Pedal gespielt, prägten das Stück von Georg Böhm, das auch mit einer prächtigen Klangfülle und einer packenden Fuge erfreute. Bachs Choralvorspiel bot eine sanft bewegte, schön ausschwingende Melodie. Dezente Basstöne markierten ein ruhiges Schreiten mit Innehalten, um der feinen Melodie zu lauschen.

Effektvoll, romantisch, modern

Ernest MacMillans festlicher Orgelmarsch bot mitreissende Läufe und Akkorde, ein langes spannendes Crescendo, moderne Klänge und wuchtige Forti. Mit weichen, warmen Holzbläsertönen, einer sanften, lieblichen und eingängigen Melodie stellte Mendelssohns Andante zunächst ein Gegenstück dazu dar, entwickelte sich dann aber zu einem ebenso packenden Werk mit raffinierten dramatischen Läufen.

Schnelle, aufgelöste Akkorde imitierten im Stück von Louis Vierne das Glockengeläute von Westminster, kombiniert mit dem durch andere Register markierten Stundenschlag von Big Ben.

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