Zweiter Anlauf für Erweiterung des Schulhauses

BERG SG. Zumindest einige der 70 Anwesenden in der Turnhalle hatten sich die Informationsveranstaltung zur Bevölkerungsumfrage anders vorgestellt. Bereits nach einer halben Stunde wünschte Gemeindepräsident Paul Huber den Bergerinnen und Bergern einen schönen Feierabend.

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BERG SG. Zumindest einige der 70 Anwesenden in der Turnhalle hatten sich die Informationsveranstaltung zur Bevölkerungsumfrage anders vorgestellt. Bereits nach einer halben Stunde wünschte Gemeindepräsident Paul Huber den Bergerinnen und Bergern einen schönen Feierabend. Worauf ein Senior einwarf: «Wir sehen den Abend noch nicht als beendet an. Was bisher präsentiert wurde, stand ja alles schon im Mitteilungsblatt.» Huber betonte, er würde gern mehr sagen, aber im Moment sei alles gesagt.

Zu teuer und schlecht informiert

Vertreter der Fachhochschule St. Gallen, die im Auftrag des Gemeinderats eine Bevölkerungsumfrage durchgeführt hatten, erläuterten die Ergebnisse im Detail. Die Berger hatten am 30. November 2014 den Kredit zur Schulhaussanierung und Erweiterung für rund 6,4 Millionen Franken abgelehnt. Mit der Umfrage sollten die Beweggründe für die Ablehnung eruiert werden. Rund 39 Prozent oder 236 Fragebogen wurden ausgefüllt zurückgeschickt. Hauptgrund für das Nein zur Vorlage waren die Kosten. Zentral war auch die unzureichende Information seitens des Gemeinderats.

Christian Würth ist Präsident

Die FHS hat auch gefragt, wie ein Projekt aussehen müsste, damit die Bürger zustimmen könnten. Die Antworten: Die Kosten müssten gesenkt, die Bedürfnisse der Schule mehr berücksichtigt und die Informationspolitik des Gemeinderats offener und klarer werden. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird nun eine neue Baukommission das bisherige Projekt weiterbearbeiten und eine neue Vorlage ausarbeiten. Präsidiert wird die Baukommission von Gemeinderat und Landwirt Christian Würth. Die erste Sitzung findet nach den Herbstferien statt. (cor)