Zweiradartisten am Werk

BISCHOFSZELL. In der Altstadt zeigten Künstler auf zwei Rädern ihr Können. Es war der erste Trial in Bischofszell und gleichzeitig der einzige Meisterschaftslauf, der mitten im Wohngebiet ausgetragen wird.

Thomas Riesen
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Volle Konzentration: Ein Trial-Motorrad-Fahrer bewältigt eine Sektion in der Bischofszeller Altstadt. (Bild: Thomas Riesen)

Volle Konzentration: Ein Trial-Motorrad-Fahrer bewältigt eine Sektion in der Bischofszeller Altstadt. (Bild: Thomas Riesen)

Man nehme ein paar Baumulden, einige Paletten, Rohre und Lastwagenanhänger sowie Holzstämme und Steinbrocken – fertig ist der Trial-Kurs. Acht Sektionen mussten die 60 Fahrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz absolvieren, wobei die Zeit keine Rolle spielte. Wer jedoch einen Fuss auf den Boden setzte, bekam einen Strafpunkt. Zu Beginn des Wettkampfes wurden Erinnerungen an den Eröffnungstag von schweiz.bewegt 2007 wach, bei dem Trial – eine fahrtechnische Geschicklichkeitsprüfung für Motorrad-Fahrer – ein Teil des Programms war.

«Etwas ganz Besonderes»

Der Wettkampf begann auch dieses Jahr mit Regen. Hätte sich das Wetter nicht geändert, wären die Fahrer vor ganz andere Anforderungen gestellt worden. Markus Bühler aus St. Gallen: «Bei Regen haben die Reifen in den Mulden keinen Grip, und in den Waldstücken mit steilen Auf- und Abfahrten sind die Böden rutschig.» Er fährt seit zehn Jahren Trial und hat noch nie einen Wettkampf in einer Altstadt bestritten. «Das ist etwas ganz Besonderes», sagte Bühler.

Die gesamte Parcourslänge betrug rund drei Kilometer, und jeder Fahrer musste diese Runde viermal absolvieren. Bei den Sektionen waren vier Kurse möglich: rot, schwarz, grün, blau. Und wenn ein Fahrer die blaue Route fuhr, konnten die zahlreichen Besucher sicher sein, dass es sich um einen Könner handelt. Die erste Sektion war vor dem Museum aufgebaut worden: «Diese kann man gut fahren», urteilte Bühler. Beim Parcours vor dem Rathaus kamen zwei Schwierigkeiten dazu: Die Höhe und nur wenig Platz zum Wenden. Auch die dritte Sektion beurteilte der Fahrer als «gut machbar».

45 Grad Steigung

Bei den Posten vier und fünf äusserte sich Bühler vorsichtiger: «Teilweise hat es wenig Platz zum Wenden.» Die restlichen drei Sektionen wurden im Wald angelegt, mit Steigungen und Abfahrten bis zu 45 Grad.

Organisiert wurde der Anlass vom Auto- und Motor-Sportclub Oberthurgau aus Amriswil sowie dem Motoclub aus Bischofszell.

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