Zwei Stege sollen einem neuen weichen

Der Paddelclub und der Ruderclub planen einen neuen gemeinsamen Steg bei der Kreuzlinger Surferwiese. Dafür sollen die bestehenden beiden Stege abgebrochen werden. Die Clubs haben ein entsprechendes Baugesuch eingereicht.

Michèle Vaterlaus
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Der Steg der Paddler daneben ist schon seit länger Zeit zu hoch. Er kommt weg, und das Ufer wird renaturiert.

Der Steg der Paddler daneben ist schon seit länger Zeit zu hoch. Er kommt weg, und das Ufer wird renaturiert.

KREUZLINGEN. 16 Meter lang soll der neue Steg bei der Surferwiese werden, zusammengesetzt aus drei Modulen. Zwei Module von jeweils acht Metern hintereinander sowie ein drittes acht Meter langes Modul. Dieses wird nebenan zwischen Meter sechs und Meter 14, zwischen den Befestigungspfählen des jetzigen Stegs, befestigt.

Wegen des neuen Stegs sollen die beiden derzeit Bestehenden des Paddel- und des Ruderclubs abgebrochen werden. Deshalb haben die Clubs ein Baugesuch beim Amt für Umwelt eingereicht.

Der Abbruch der beiden Stege und der Bau eines neuen habe mehrere Gründe, wie Ruedi Bätscher, Co-Präsident des Ruderclubs sagt. Beide Stege sind zum einen nicht mehr sportartengerecht. «Jener des Ruderclubs ist ein Stahlgitter-Steg. Das ist ungünstig, denn man verletzt sich leicht daran; und wenn man mit den Booten anstösst, gehen diese kaputt», sagt er.

Einwassern unmöglich

Der Steg des Paddelclubs ist wegen des seit Jahren anhaltend tiefen Wasserstandes des Bodensees viel zu hoch. «Es ist für Paddlerinnen und Paddler nicht möglich einzuwassern, und sie nutzen im freundnachbarschaftlichen Sinn schon lange den Steg des Ruderclubs».» Zum anderen war sowieso eine Verlängerung der Konzession für die Stege notwendig. «Wir machen das also im gleichen. Wir haben das Bau- und das Konzessionsgesuch gleichzeitig eingereicht», sagt Bätscher.

Im Zuge des Stegbaus soll zudem der Bereich, wo heute der Steg des Paddelclubs ist, renaturiert werden. «Wir sind der Meinung, dass damit das Ufer an der Surferwiese verschönert wird.» Damit würden beide Clubs auch den Anliegen der Stadt Kreuzlingen nach Naturnähe und nach enger Zusammenarbeit von Wassersportclubs Rechnung tragen.

Kosten von 38 000 Franken

Nach einer längeren Evaluation mehrerer Anbieter konnten die Clubs mit einem ortsansässigen Unternehmen eine technisch ausgereifte Lösung für einen gemeinsamen Steg finden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich gemäss Offerte auf rund 38 000 Franken, wie Bätscher sagt. «Wobei natürlich immer kleinere Sachen noch dazu kommen können», sagt er.

Weil der Steg Privatbesitz ist und nur durch berechtigte Ruderer und Paddler genutzt werden darf, werden beide Vereine auch die Haftungsfrage bei Unfällen abklären. Bei Bedarf wollen sie geeignete Schutzmassnahmen ergreifen. «Wir werden verschiedene Möglichkeiten prüfen, beispielsweise eine Zutrittsschranke», sagt Bätscher.

Denn bereits heute ist der Steg des Ruderclubs ein beliebter Ort für Schwimmer, um ins Wasser zu springen. «Das ist allerdings verboten. Darauf macht auch eine Tafel die Leute aufmerksam», sagt Bätscher.

Der Steg der Ruderer wird erneuert: Christian Brönimann, Co-Präsident Ruderclub, Roland Wapp, Vizepräsident Paddelclub, und Ruedi Bätscher, Co-Präsident Ruderclub. (Bilder: Urs Brüschweiler)

Der Steg der Ruderer wird erneuert: Christian Brönimann, Co-Präsident Ruderclub, Roland Wapp, Vizepräsident Paddelclub, und Ruedi Bätscher, Co-Präsident Ruderclub. (Bilder: Urs Brüschweiler)