Zwei Schulhäuser nähern sich an

Das Miteinander im Unterricht des Heilpädagogischen Zentrums Ekkarthof und des Primarschulzentrums Wehrli ist freiwillig – und von Erfolg gekrönt.

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Kreuzlingen. «Rosarot habe ich gespielt», die Fingerchen tasten nach der Saite mit rosa Mäschchen. Die Kinder der Primarschule zupfen flott auf dem Fingerinstrument Leier dahin, die behinderten Kinder zupfen mit Zielführung und nicht so ganz präzise. Dann wird im Kreis stehend den Tönen nachgespürt. Es ist ein Balanceakt für Musiklehrer Guido Vorhoff, hier eine Einheit hinzukriegen.

Für Jürg Bregenzer, Schulleiter des Heilpädagogischen Zentrums, ist die Behinderung der zentrale Punkt. Diese Form von Anderssein, die eine spezielle Führung vom Erwachsenen fordert. Für Musiklehrer Guido Vorhoff ist das Erfreulichste, dass die Kinder mit unterschiedlichster Ausgangslage miteinander musizieren, aufeinander Acht geben. «Die Regelschulkinder sind Vorbilder für die behinderten Kinder. Sie wollen besser werden und verstärken, was der Lehrer beibringen will», erklärt Vorhoff.

Schulleiter Jürg Bregenzer bezeichnet das Projekt als Erfolg. Unter der Leitung von Cordula Böhm, zuständig für die Schulische Heilpädagogik, wurde es behutsam eingeleitet. Damit es zur positiven Begegnung kommt, braucht es viel Vorbereitung. Angepeilt wird im 2010 eine gemeinsame Projektwoche. (kü)

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