Zwei Frauen bitten am See zu Tisch

Martina Ströbele und Sibylle Hug laden die Bevölkerung am kommenden Samstag zu einem lockeren Treffen auf dem Güterschuppenareal ein. Geschirr und Besteck bringt jeder selber mit.

Markus Bösch
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Martina Ströbele und Sibylle Hug. (Bild: Markus Bösch)

Martina Ströbele und Sibylle Hug. (Bild: Markus Bösch)

ROMANSHORN. Für einmal macht auch der September einiges neu – jedenfalls wenn es nach den beiden initiativen Frauen geht: «Wir werden sporadisch ungezwungene Begegnungen auf der Romanshorner Hafenbrache organisieren.»

Zum erstenmal stellen die beiden am kommenden Samstag, 1. September, blaue Tische auf und laden ein unter dem Motto «Kaffee und Kuchen».

Areal nutzen und spüren

Im Vordergrund steht die Idee, eine Gesprächsmöglichkeit zu bieten. Es sei kein kommerzieller Gedanke dahinter, wie sie es in Frankfurt in einer Ladenstrasse gesehen habe, stellt Martina Ströbele klar. Angesprochen ist jedermann, Leute, die nicht in einem Verein organisiert sind, genauso wie Passanten und Touristen. Es sei ein weiteres Puzzleteil, um Romanshorn zu beleben, so wie es auch die Betreiber der Bocciabar tun.

Den Ort haben die beiden Frauen bewusst gewählt. «Das brachliegende Hafenareal kann und soll ja vorläufig genutzt werden. Die Leute sollen spüren, was es mit diesem weitläufigen Raum auf sich hat», sagt Sibylle Hug.

Zeit zum Tauschen und Reden

Die Gemeinde stellt die Festbänke und Tische zur Verfügung, die beiden Frauen steuern die blaue Dekoration bei. Damit der Aufwand klein bleibt, bringt jeder Geschirr, Besteck und Glas sowie Essen und Trinken selber mit. Es soll vor allem Zeit bleiben zum Tauschen und Reden. Wer mag, kleidet sich blau oder trägt ein blaues Accessoire. Eine blaue Fahne an der Kreuzung Alleestrasse/Bahnhofstrasse zeigt am Samstag an, ob der Anlass von 15 bis 18 Uhr stattfindet (bei trockener Witterung).

Sie verstünden sich als Hebammen einer Idee, die Kreise ziehen soll, sagen Ströbele und Hug. Weitere Gastgeber oder Gastgeberinnen könnten zu Brunch, Suppentopf, Fondue oder einem Apéro einladen.

«Vielleicht tragen die blauen Tische dazu bei, dass sich die Menschen noch ein bisschen mehr mit Romanshorn, der Stadt am Wasser, identifizieren können», hoffen die Initiantinnen der Aktion.

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