Zwangsverwaltung abgewendet

Die Katholische Kirchgemeinde Bussnang bleibt eigenständig. Die Versammlung wählte Armin Meyenberger aus Lanterswil am Montagabend in die Kirchenvorsteherschaft. Zwei weitere Sitze in der Behörde sind aber nach wie vor nicht besetzt.

Monika Wick
Drucken
Teilen
Anstossen auf die Eigenständigkeit der Kirchgemeinde: Dora Forny, der scheidende Präsident Norbert Schalk und Ursula Fust. (Bild: Monika Wick)

Anstossen auf die Eigenständigkeit der Kirchgemeinde: Dora Forny, der scheidende Präsident Norbert Schalk und Ursula Fust. (Bild: Monika Wick)

BUSSNANG. Die Zukunft der Katholischen Kirchgemeinde Bussnang scheint einigen Stimmberechtigten nicht sonderlich am Herzen zu liegen. Anders lässt es sich kaum erklären, warum sich nur 22 der 385 Stimmbürger zum Besuch der Kirchgemeindeversammlung entschliessen konnten. Immerhin wurde an der Versammlung entschieden, ob die Kirchgemeinde künftig ihre Eigenständigkeit bewahren kann.

In Abwesenheit gewählt

Bereits im Vorfeld wurde kommuniziert, dass Norbert Schalk, Präsident der Kirchenbehörde, durch seinen Wegzug nach Berg Ende Mai sein Amt niederlegen muss. Mit den nur zwei verbleibenden Behördenmitgliedern Dora Forny und Ursula Fust wäre die Behörde beschlussunfähig geworden, was die Verwaltung durch den Katholischen Kirchenrat zur Folge gehabt hätte. Sichtlich erfreut teilte Norbert Schalk an der Versammlung mit, dass in Armin Meyenberger eine Person gefunden wurde, die sich künftig für die Geschicke der Kirchgemeinde engagieren will. Der vierfache Familienvater aus Lanterswil wurde in Abwesenheit einstimmig gewählt. «Gleichwohl ist die Fusion mit einer anderen Kirchgemeinde eine reale Option, die sehr genau geprüft und bald angegangen werden müsste», sagte Schalk. Der durch Schalks Wegzug ebenfalls frei werdende Sitz als Delegierter der Katholischen Kirchgemeinde im Vorstand des Weinbauvereins Bussnang konnte durch Hubert Haag besetzt werden.

Keine Chance für Container

Die Anfrage der Politischen Gemeinde, einen Unterflurcontainer angrenzend an den Parkplatz bei der Kirche bauen zu können, stiess auf Unverständnis. Ein Antrag auf Ablehnung wurde deshalb gutgeheissen.