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ZUSAMMENSPIEL: Charmeoffensive fürs Schutzprojekt

Die Gemeinden Wigoltingen, Märstetten und Müllheim haben am Mittwochabend gemeinsam über die geplanten Hochwasser-Schutzmassnahmen am Chemenbach informiert. 60 Interessierte diskutierten mit.
Manuela Olgiati
Im Zusammenspiel: Marcel Tanner vom Amt für Umwelt, Sonja Wiesmann (Wigoltingen), die Ingenieure Rolf Gall und Mark Todorovic, Jürg Schumacher (Märstetten) und Urs Forster (Müllheim). (Bild: Manuela Olgiati)

Im Zusammenspiel: Marcel Tanner vom Amt für Umwelt, Sonja Wiesmann (Wigoltingen), die Ingenieure Rolf Gall und Mark Todorovic, Jürg Schumacher (Märstetten) und Urs Forster (Müllheim). (Bild: Manuela Olgiati)

Manuela Olgiati

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

«Nasse Füsse im Wohnzimmer hatten wir immer wieder», sagt Godi Menzi aus Dangwang in Erinnerung an die Hochwasser der 1980er- und 1990er-Jahre. «Es wurde für den Bachunterhalt einfach zu wenig gemacht und nun müssen wir mit höheren Ausgaben rechnen». Menzi ist einer von rund 15 Personen, die sich am Mittwochabend an der engagierten Diskussion über das Hochwasserschutzprojekt Chemenbach beteiligt haben. Geleitet wurde das Gespräch in der Mehrzweckhalle Wigoltingen von Projektkoordinator Urs Dünnenberger. Viele der Votanten sind Eigentümer von Grundstücken in der Nähe des Chemenbachs. Ingenieur Rolf Gall antwortete auf Menzis Aussage. «Der Unterhalt ist ein grosses Thema. Wir zählen da auf die Wasserbauszene und auch auf die Landwirtschaft.»

Rund 60 Personen kamen am Mittwochabend in die Mehrzweckhalle um der gemeinsamen Informationsveranstaltung der drei Gemeinden Märstetten, Wigoltingen und Müllheim beizuwohnen und mitzureden. Die drei Gemeindepräsidenten Jürg Schumacher, Sonja Wiesmann und Urs Forster betonten ihre klare Haltung für die gemeinsame regionalen Hochwasserschutzmassnahmen. Marcel Tanner vom kantonalen Amt für Umwelt stellte zu Beginn der Veranstaltung die Gefahrenkarte vor und Planer Rolf Gall erläuterte die Pläne für den Hochwasserschutz. Wassermassen, die der Chemenbach bei einem Jahrhundertereignis in das Gebiet bringt, sollen über ein Fliessgewässersystem flexibel aufgefangen werden.

Pläne entwickeln sich weiter und Anwohner reden mit

In der Diskussionsrunde mit den Grundeigentümern sprach Roman Bader aus dem Hasli von trockenen Bachbetten im Sommer und sterbenden Fischen. Enttäuscht zeigte sich Peter Metzger aus der Ebenau über die an der Info-Veranstaltung gezeigten Pläne, die von der ersten Version abweichen und Werner Keller aus Wigoltingen erinnert an den eingeplanten Damm im Hasli, der nun auch aus den Plänen verschwunden sei.

Planer Rolf Gall sagte, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine massiven Bauwerke geplant würden. Die Planung sei jedoch auch noch nicht abgeschlossen. Dies geschehe erst im Verlaufe der Projektierung – und über die dazu benötigten Kredite entscheiden die Stimmbürger an den Versammlungen der Gemeinden.

«Wie viel Landwirtschaftsfläche wird benötigt?», wollte Emil Brauchli aus Wagerswil wissen. Projektkoordinator Urs Dünnenberger versicherte, dass die Anstösser mit einbezogen würden, wenn es darum gehe, Land für die nötigen Massnahmen zu veräussern. «Der Rückstau bei riesigen Wassermengen beschäftigt mich», sagte Paul Herzog aus Müllheim mit Bezug auf ein mögliches Ereignis aus der Thur. Marcel Tanner vom Amt für Umwelt erklärte die Hydrologie: «Ein Hochwasser an der Thur kommt nicht zeitgleich mit einem im Chemenbach.» Daher berücksichtigt das Konzept das Ableiten und Rückhalten im Gillbecken für Wasser von beiden Seiten.

Am Abend wurde deutlich, dass in Märstetten das Hochwasserschutzprojekt breit akzeptiert ist, während es in Wigoltingen und Müllheim doch noch Widerstände gibt. Die Wortmeldungen der Gäste zeigten es deutlich.

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