Zusammenarbeit ohne Gegenstimme

BUSSNANG. Die evangelischen Kirchgemeinden Bussnang, Leutmerken, Lustdorf und Thundorf haben ein Konzept zur Zusammenarbeit erstellt. Im Januar präsentiert das Komitee seinen Lösungsvorschlag der Stimmbürgerschaft an zwei Diskussionsveranstaltungen.

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Paritätische Kirche Leutmerken – künftig sollen die hiesigen Reformierten mit Bussnang zusammenarbeiten. (Bild: Archiv/Reto Martin)

Paritätische Kirche Leutmerken – künftig sollen die hiesigen Reformierten mit Bussnang zusammenarbeiten. (Bild: Archiv/Reto Martin)

Ein weiterer Schritt Richtung Kooperation ist getan. Das Komitee «Zukunft Kirche» hat eine Lösung für den Zusammenschluss der evangelischen Kirchgemeinden Bussnang und Leutmerken sowie Lustdorf und Thundorf erarbeitet. «Die vorliegende Lösung basiert auf vier Elementen», sagt Peter Krattiger, Präsident des Komitees. «Diese vier Elemente sind Seelsorge- und Gottesdienst, Führung, Personal und Finanzierung.»

Vier Konzeptteile für eine Fusion

Mit dem neuen Konzept soll die Zusammenarbeit der zukünftig noch zwei Kirchgemeinden sichergestellt werden. «Die Behörden haben das Konzept in Fachgruppen ausgearbeitet», sagt Krattiger, und umreisst kurz die wichtigsten Inhalte: «Wir skizzieren damit die Organisation der zwei neu zu bildenden Kirchgemeinden.»

Der Bereich Führung befasst sich mit der Zusammensetzung der neuen Behörde. «Im Personalbereich werden Möglichkeiten der zukünftigen Pfarrstellen und eventueller weiterer Teilzeitdiakonen aufgezeigt. Dazu gehören auch die Angestelltenverhältnisse mit Mesmern, Organisten und Religionslehrern», sagt Krattiger. Für den Bereich Finanzen sind die einzelnen Rechnungen ausgewertet worden. Im Fall der Fusionen soll eine Optimierung der Gesamtkosten angestrebt werden, sagt Krattiger.

Neues wagen

Das Konzept für die Seelsorge- und Gottesdienste beinhaltet unter anderem die Zuständigkeiten. Krattiger sagt, dieser Konzeptteil sei von den Pfarrpersonen aufgesetzt worden. Es gehe darum, «Neues zu wagen, aber Veränderungen auch gut abzuwägen». Klar sei, dass es in allen Ortschaften noch Gottesdienste geben werde – die Frage sei jedoch, wann und wie häufig diese stattfinden würden. Zu dieser und anderen Fragen rund um das neue Konzept sucht das Komitee das Gespräch mit den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern der vier Kirchgemeinden.

Stimmbürger können mitreden

An zwei Diskussionsveranstaltungen präsentiert das Komitee seine Lösung. Dabei wird die Stimmbürgerschaft aktiv in den Prozess eingebunden. Man müsse sich auch auf zwei Namen der beiden künftigen Kirchgemeinden einigen, sagt Krattiger. «Da sind wir uns noch nicht ganz schlüssig und erwarten an den Diskussionen aufschlussreiche Rückmeldungen.»

Der Ausarbeitung dieses Vorschlags gingen Abstimmungen in den vier Kirchgemeinden voraus. Gross war die Unterstützung der Stimmbürgerschaft zur Ausarbeitung einer Lösung, welche die Zusammenschlüsse der evangelischen Kirchgemeinden Bussnang und Leutmerken sowie Thundorf und Lustdorf vorsieht. Kein einziger Stimmbürger votierte an den Versammlungen im Frühling dagegen. (red.)

Termine der Diskussionen: Dienstag, 20. Januar, 20 Uhr, Kirche Bussnang Mittwoch, 21. Januar, 20 Uhr, Kirche Lustdorf

Peter Krattiger Präsident des Komitees «Zukunft Kirche» (Archivbild: Mario Testa)

Peter Krattiger Präsident des Komitees «Zukunft Kirche» (Archivbild: Mario Testa)