Zusammen sind die drei Kirchgemeinden stärker

Die katholischen Kirchbürger können sich über die geplante Fusion informieren.

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Die drei katholischen Kirchgemeinden Altnau, Güttingen und Münsterlingen möchten auf den 1. Januar 2018 fusionieren. Am kommenden Dienstag, 29. November, findet um 19.30 Uhr eine Informationsveranstaltung im Begegnungsraum Münsterlingen statt. Infolge Priestermangels können die drei Pfarrstellen in den einzelnen Kirchgemeinden seit Jahrzehnten nicht mehr besetzt werden. Im Hinblick auf ein gedeihliches Miteinander hatten die Vorsteherschaften 1974 deswegen die Basis für eine Zusammenarbeit getroffen. Im Laufe der Zeit ergab sich eine verstärkte seelsorgerliche Zusammenarbeit in den Bereichen Gottesdienste, Jugendarbeit, Religionsunterricht und Administration. 2000 wurde schliesslich der Seelsorgeverband Altnau-Güttingen-Münsterlingen als öffentlich-rechtliche Körperschaft gegründet.

«Wir möchten nun die Verwaltungsabläufe vereinfachen und die Personalressourcen in den Vorsteherschaften bündeln», schreibt Marc Derungs, Projektleiter Fusion, in einer Mitteilung. «Ins Gewicht fällt, dass es immer schwieriger wird, Personen für wichtige Ämter zu finden.» Im Hinblick auf die vom Kirchenrat vorgeschriebene Einführung des Rechnungswesens gemäss HRM2 werde die Rechnungsführung ab 2018 so oder so einer Person übertragen.

Alle drei Kirchgemeinden stehen finanziell gut da

Der Zusammenzug der wichtigsten Bilanzzahlen 2015 zeigt, dass jede Kirchgemeinde finanziell solide dasteht. Bei den Liegenschaften wurden grössere Sanierungen 2015 abgeschlossen. Berechnungen ergeben, dass mit einem Steuerfuss von 16 Prozentpunkten die gleichen Leistungen finanziert werden können. Am eidgenössischen Abstimmungswochenende vom 20/21. Mai 2017 findet die Urnenabstimmung über den Vereinigungsvertrag statt. (red.)