Zum Jubiläum ein Märchen

Leimbach. Seit 20 Jahren gibt es das Haus Miranda in Leimbach. Gegen 300 Besucher erschienen zum Jubiläumstag des Heims. Höhepunkt bildete ein Theaterstück.

Rudolf Käser
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Das Haus Miranda bietet Platz für 20 erwachsene Menschen, die geistig und körperlich behindert sind. Gegründet wurde die Institution, die von einer Stiftung getragen wird, vor 20 Jahren in Zihlschlacht; seit dem Jahr 1994 befindet sie sich im Haus Miranda in Leimbach.

Der Jubiläumstag am Samstag wurde zu einer stimmungsvollen Schau des vielfältigen Schaffens der Bewohnerinnen und Bewohner. Die auf verschiedene Arten aus Holz, Stoff oder Wolle geschaffenen Artikel stiessen bei den Besuchern auf Kauflust. «Wir sind froh um Absatz, diesen fördern wir auch mit jährlich zwei Basaren», so Heimleiterin Gisela Meurer. Interessierte könnten auch täglich vorbeikommen.

Das Heim soll auch in Zukunft nicht grösser werden, erklärte Gisela Meurer. «Wir wollen den familiären Rahmen beibehalten. Er ist für die behinderten Menschen von grossem Vorteil.»

Gala-Essen und Theater

Die Feierlichkeiten zum 20- Jahr-Jubiläum hatten bereits am Freitagabend begonnen, wo geladenen Gästen ein Gala-Essen geboten wurde – umrahmt von der Musikgruppe des Hauses Miranda. Doch hier wird nicht nur musiziert und gewerkt, sondern auch Theater gespielt. Unter der Regie von zwei Leitern des Heims entstand mit «König Drosselbart» ein Werk, das an der Premiere vom Samstag die gut 100 Zuschauer ausnahmslos begeisterte.

Stolz und Genugtuung

In den Gesichtern der spielenden Menschen mit Behinderungen konnte man Stolz und Genugtuung lesen. Manche genossen den lang anhaltenden Applaus sichtbar. Wann eine weitere Aufführung stattfinde, sei noch offen. «Bis jetzt haben wir das noch nicht im Plan, doch denke ich, dass wir das Theater nochmals aufführen lassen», sagt Gisela Meurer.

www.hausmiranda.ch

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