Zum Abschluss bewegende Bilder

ROMANSHORN. Mit zwei Filmen im Kino Roxy hat der Gemeinnützige Frauenverein am Sonntagnachmittag sein 150-Jahr-Jubiläum abgeschlossen: Die Zukunft bleibt eine Herausforderung.

Markus Bösch
Drucken
Teilen
Der Film im Kino Roxy gab Anlass zu anregenden Gesprächen unter den Besuchern. (Bild: Markus Bösch)

Der Film im Kino Roxy gab Anlass zu anregenden Gesprächen unter den Besuchern. (Bild: Markus Bösch)

Zu Kaffee und Kuchen gab es bewegte und bewegende Bilder: Zum Abschluss seines 150. Geburtstags lud der Gemeinnützige Frauenverein Romanshorn am Sonntag ins Kino Roxy ein. Gezeigt wurde der Jubiläumsfilm von Monica Schär-Riedle. Darin wird die Vereinsgeschichte von 1865 bis 2015 aufgearbeitet. Entstanden ist ein Werk, welches die Verdienste der Frauen von Romanshorn würdigt und einen Einblick in die heutige Vereinstätigkeit gibt. Beleuchtet wird auch der Betrieb des Hotels und Restaurants Schloss.

«Den Film zu realisieren war nicht einfach. Ich hatte keine Schauspieler, sondern vor allem Standbilder zur Verfügung», sagte Schär-Riedle. «Aufgepeppt habe ich das Projekt mit eindrücklichen Interviews von Protagonistinnen.»

Präsidentin ist zufrieden

«Sowohl mit dem heutigen Besuch als auch mit den Veranstaltungen im Laufe des Jubiläums bin ich zufrieden», zog Präsidentin Irmgard Schönenberger Bilanz. Höhepunkt sei wohl die Generalversammlung gewesen. «Viele unserer 350 Mitglieder haben den Film <es brucht's, also macht mer's> bereits da gesehen. Wir konnten uns in neuer Frische präsentieren, und einige Frauen sind bei uns eingetreten.»

Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wie der Frauengemeinschaft und den Landfrauen sei gut, und einige Bereiche würden sehr gut laufen, wie beispielsweise die Kinderartikelbörse. Trotzdem bleibe die Zukunft eine Herausforderung: Sie müssten sich der Frage stellen, was Bestand habe, wenn Frauen zunehmend weniger freie Kapazitäten für soziales Engagement hätten, meinte Schönenberger.

Erinnerung an Grossmutter

Beim offerierten Kaffee und Kuchen ergaben sich viele Gespräche. «Uns hat vor allem der Titel des Films angesprochen. Dass man sich engagiert, wenn es nötig ist», sagten Peter und Cornelia Ackermann aus Kressibuch (Hefenhofen). Ihre Grossmutter habe seinerzeit im Schloss gearbeitet, und sie sei oft da gewesen, erinnerte sich Cornelia Ackermann. Erst durch den Film habe sie erfahren, dass der Gemeinnützige Frauenverein ab Anfang des 19. Jahrhunderts für den Betrieb verantwortlich gewesen sei. Er kaufte das Schloss 1919 und führte es als alkoholfreies Volksheim.

Nach der Pause kamen die Besucher zusätzlich in den Genuss des englischen Spielfilms «Calendar Girls» mit Helen Mirren und Julie Walters.

Aktuelle Nachrichten