Zuerst muss es weh tun

Naturheilpraktikerin Nicole Mumenthaler gibt am Frauezmorge in Amriswil nützliche Tips für eine gesunde Lebensweise.

Trudi Krieg
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Zum Zmorge gibt es nur gesunde Sachen. (Bild: Trudi Krieg)

Zum Zmorge gibt es nur gesunde Sachen. (Bild: Trudi Krieg)

AMRISWIL. Rund dreissig Frauen trafen sich im Pfarreisaal zum Frauezmorge, den das Vorstandsteam vorbereitet hatte. War es Zufall, dass es weniger Frauen waren als in andern Jahren, lag es am Datum, so kurz nach den Herbstferien, oder war es, weil ein anderer Morgen als üblich ausgewählt wurde? Diejenigen, welche da waren, genossen das Beisammensein und den feinen Zmorge mit Zopf, Brötchen, Jus, selbstgemachter Konfitüre, Butter und Käse. Auch das anschliessende Referat stiess auf sehr grosses Interesse und regte zu Diskussionen und Fragen an. Auch auswärtige Frauen waren extra deswegen gekommen.

Gesundheitspflege

«Schon in meiner Tätigkeit als Drogistin versuchte ich immer, die Kunden dafür zu sensibilisieren, dass sie ihrer Gesundheit Sorge tragen», begann Nicole Mumenthaler aus ihren Erfahrungen zu berichten. «Wer keine Zeit hat für seine Gesundheit, muss irgendwann Zeit haben für seine Krankheit.» Sehr oft müsse es zuerst «weh tun», bis etwas unternommen werde. Dabei sei vieles, was die Gesundheit betreffe, gratis zu haben: «Wichtig sind die Gedanken, eine positive Lebenseinstellung, fröhlich sein, Humor haben und Körper wie Grenzen respektieren.»

Bewusst essen

Der Ratschlag alter Heilpraktiker, nur 80 Prozent der Nahrungsmenge zu essen, die der Sättigungsmenge entspreche, sei auch heute noch empfehlenswert. So beuge man gesundheitsschädigendem Übergewicht vor. Dabei meine sie nicht die drei Kilo zu viel, die beim Blick in den Spiegel störten, sondern richtiges Übergewicht, welches Folgekrankheiten nach sich ziehen könne. In ihrer Praxis habe sie beobachtet, dass Diabetes bei immer jüngeren Personen ausbreche. Aromatisierte, gezuckerte, konservierte, hochverarbeitete Produkte seien möglichst zu meiden. Omas gute alte Suppe vor dem Mittagessen habe den ganzen Verdauungstrakt beruhigt und gut vorbereitet auf die Mahlzeit, aber ein warmer Tee habe die gleiche Wirkung.

Karin Zinnà vom Vorstandsteam dankte der Referentin und meinte, sie sei froh, dass sie als Geschenk keine Süssigkeiten vorbereitet habe, sondern ein Fläschchen edles Olivenöl.