Zürcher Architekturbüro entwirft Mehrzwecksaal

MUOLEN. Der Gewinner des Studienauftrags für den neuen Mehrzwecksaal ist bekannt: Gemäss Mitteilung des Gemeinderats ist es das Büro Frei + Saarinen Architekten aus Zürich. Der Entscheid der Jury fiel einstimmig aus. Das Siegerprojekt sowie die Entwürfe der vier übrigen Teilnehmer werden am 9.

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MUOLEN. Der Gewinner des Studienauftrags für den neuen Mehrzwecksaal ist bekannt: Gemäss Mitteilung des Gemeinderats ist es das Büro Frei + Saarinen Architekten aus Zürich. Der Entscheid der Jury fiel einstimmig aus. Das Siegerprojekt sowie die Entwürfe der vier übrigen Teilnehmer werden am 9. November ab 19.30 Uhr im «Adler»-Saal vorgestellt. Dann wird auch über das weitere Vorgehen informiert. Bis dahin will die Gemeinde noch keine Details zum Projekt preisgeben.

Hohe Hürden für Teilnahme

Die Bedingungen für die Teilnahme am Studienauftrag waren streng. Zunächst mussten sich die Architekten in der Präqualifikationsphase bewerben. Der Studienauftrag selber ist eine Vergabeform, die einen Austausch zwischen Jury und Architekten ermöglicht, bereits während letztere ihre Beiträge ausarbeiten. Ziel dieses Vorgehens ist es, über detailliertere Projekte mehr als üblich befinden zu können. Die Gemeinde erhofft sich davon eine höhere Planungssicherheit, insbesondere was die Kosten anbelangt. Über den Baukredit abgestimmt werden soll Ende 2016; der Baubeginn ist für das Jahr 2017 vorgesehen.

Kostendach durchbrochen

Die hohe Kostengenauigkeit ist wichtig, seit 2011 ein Anlauf für einen Ersatz des Restaurants Adler mit seinem Saal genommen wurde. Nach dem knappen Ja der Bürgerversammlung im März – es gab Bedenken zu den Kosten – sistierte die Gemeinde das Projekt im Oktober. Es hatte sich abgezeichnet, dass der Neubau etwa 5,4 statt 3,8 Mio. Franken kosten würde. An der Bürgerversammlung im März 2013 teilte der Gemeinderat mit, dass das Projekt «Bühnenspiel» nicht weiterverfolgt werde. Die Gemeinde blieb somit auf den bis dahin aufgelaufenen Kosten von 275 000 Franken sitzen.

Inzwischen will die Gemeinde auf der «Adler»-Liegenschaft ein redimensioniertes Projekt verwirklichen. Die ursprünglich vorgesehene Wohn- und Gewerbenutzung soll nur noch als Option geplant werden, die allenfalls von einem privaten Investor realisiert werden könnte. (jw)