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Zu wenig Mundart-Fans

KREUZLINGEN. In Kreuzlingen wird es kein Kinder-Festival mehr geben. Nach vier Ausgaben ziehen die Veranstalter die Notbremse. Die Besucherzahlen waren zu gering.
Martina Eggenberger Lenz
Sänger Andrew Bond beim Auftritt letzten September. (Archivbild: Martina Eggenberger Lenz)

Sänger Andrew Bond beim Auftritt letzten September. (Archivbild: Martina Eggenberger Lenz)

Der Kinderlieder-Star Andrew Bond und andere Kinderlieder-Macher wie Schtärneföifi, Bruno Hächler oder Christian Schenker werden dieses Jahr nicht mehr in Kreuzlingen auf der Bühne stehen – mindestens nicht im Rahmen des Kinder-Festivals. Die Veranstalter dieses Anlasses haben nämlich entschieden, in Zukunft auf den Spielort bei der Bodensee-Arena zu verzichten. Kreuzlingen konnte sich nach vier Ausgaben des Kinder-Open-Airs nicht etablieren.

1000 statt 2500 Besucher

«Es tut uns leid, aber aus wirtschaftlichen Gründen mussten wir diesen Entscheid fällen», sagt Veranstalter Michael Furler. Die Besucherzahlen hätten sich leider nicht wie gewünscht entwickelt. Im ersten Jahr kamen etwa 1700, im zweiten mehr als 2000. Rentabel ist eine Veranstaltung ab 2500 verkauften Eintritten. Die grosse Ernüchterung gab es letztes Jahr mit nur knapp 1000 Besuchern.

Furler erklärt, dass Kreuzlingen von der Grösse her das Potenzial gehabt hätte. «Was wir zu wenig bedacht haben, ist der hohe Ausländeranteil.» Die ausländische Bevölkerung zeige wenig Interesse an den Schweizer Künstlern, die ausschliesslich in Mundart singen. Zudem seien keine Konstanzer Familien ans Festival gekommen.

Stadt war grosszügig

Die Stadt Kreuzlingen hat die Kinder-Konzerte mit einer Anschubfinanzierung unterstützt: 2010 sprach sie einen Beitrag von 15 000 Franken, 2011 noch 10 000 Franken und 2012 ein letztes Mal 5000 Franken. Dass jetzt alles vorbei ist, bedauert auch Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter im Departement Freizeit. «Wir können den Anlass aber nicht künstlich am Leben halten. Es war von Anfang an vorgesehen, dass wir nur eine Anschubfinanzierung leisten.» Unterschätzt habe man den Grenzgraben. «In Deutschland gibt es keine Tradition für solche Kinder-Konzerte.» Die Bevölkerungsstruktur von Kreuzlingen sei zudem ein Handicap für Mundart-Liedermacher. Und wegen der eher geringen Resonanz sei es auch schwierig gewesen, lokale Sponsoren zu generieren, sagt Wolfender.

Neue Chance in Arbon

Ganz auf das Kinder-Festival verzichten müssen die Thurgauer Fans allerdings nicht: Die Organisatoren versuchen nun in Arbon ihr Glück. Dort will man von der Nähe zu St. Gallen profitieren.

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