Zu warmes Wasser im Seebad

Technische Probleme der neuen Heizung des Seebades haben vergangenen Sommer unter anderem zu viel zu hohen Wassertemperaturen geführt. Eine Lösung des Problems fehlt aber noch.

Drucken

ROMANSHORN. Die Anforderungen an die Planung und Ausführung der neuen Holzschnitzelheizungsanlage im Seebad Romanshorn waren sehr komplex. Man hatte keine Erfahrung mit dem neuen Brennstoff Qualischnitzel und technische Störungen forderten das Bademeisterteam und Fachleute heraus, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Die Schwierigkeiten hätten aber im Rahmen der Erwartungen gelegen. Im September habe die Anlage störungsfrei gearbeitet. Doch ein Infrastruktur-Problem bleibt vorläufig erhalten. Es hat vergangenen Sommer dazu geführt, dass das Badewasser Temperaturen von 24 Grad und mehr erreicht hat.

Keine getrennten Kreisläufe

Grund für die hohen Temperaturen ist, dass der Whirlpool und das Freibad am gleichen Wasserkreislauf angeschlossen sind. Auf eine Trennung der Kreisläufe habe man aus Kostengründen bei der Erstinstallation einer Elektroheizung verzichtet, schreibt die Gemeinde. Weil nun der Whirlpool nicht separat auf die 35 Grad erwärmt werden kann, steigen die Temperaturen auch in den Bassins. «Solch hohe Wassertemperaturen sind in einem Freibad weder umweltfreundlich noch wirtschaftlich vertretbar», steht in der Mitteilung der Gemeinde.

Keime und Bakterien

Die hohen Temperaturen bieten einen günstigen Lebensraum für Keime und Bakterien, was einen erhöhten Einsatz von Desinfektionsmittel erfordert, um die Hygienevorschriften zu erfüllen. «Wie wir das Problem mit den Temperaturen lösen können, wissen wir aber noch nicht», sagt der zuständige Gemeinderat Peter Höltschi. Deshalb werde der Whirlpool vorläufig nicht mehr auf 35 Grad geheizt. (red.)