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Zoll-Schliessung: Preis wäre hoch

ARBON. Energisch wehrt sich die Wirtschaft gegen die angedrohte Schliessung der Zollstelle in Romanshorn. «Der Zoll muss dort sein, wo die Wirtschaft ist», setzt sich Beat Hirt, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Thurgau, vehement für den Erhalt ein.
Max Eichenberger
Dennis Reichardt Arbeitgeber-Präsident AVA

Dennis Reichardt Arbeitgeber-Präsident AVA

ARBON. Energisch wehrt sich die Wirtschaft gegen die angedrohte Schliessung der Zollstelle in Romanshorn. «Der Zoll muss dort sein, wo die Wirtschaft ist», setzt sich Beat Hirt, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Thurgau, vehement für den Erhalt ein. Bei Schliessung würde der Bund zwar zwei Stellen sparen – aber auf dem Buckel der Wirtschaft. Diese hätte einen unverhältnismässig hohen Preis mit den enormen Kostenverlagerungen zu zahlen, die auf sie zukämen. Dies, wenn die Transporte statt via Bodenseefähre über 400 000 Mehrkilometer geführt werden müssten.

Die Berufe in die Schule bringen

Für einen aktiven und attraktiven Wirtschaftsstandort ist es wichtig, geeigneten Berufsnachwuchs zu rekrutieren. Das weiss Dennis Reichardt, Präsident der Arbeitgebervereinigung Arbon und Umgebung (AVA). Darum plädiert er für eine engere Vernetzung von Wirtschaft und Schulen – in der ganzen Region Oberthurgau. Die gezieltere Berufswahlunterstützung soll für beide Seiten nutzbringend sein.

Es gebe zwar schon verschiedene Berufswahlangebote – aber auch Lücken. Und der institutionellen Berufsberatung fehle mitunter der direkte Draht zur Wirtschaft. Reichardt hatte letztes Jahr die Initiative ergriffen, eine neue Informations- und Austauschplattform zu schaffen – als Ergänzung zu bestehenden Angeboten. Mit St. Gallen und Rorschach soll eine Sektion Oberthurgau des Vereins «Triebwerk» zusammengehen.

Dieses Jahr erste Workshops

Die AVA leistete 2015 eine Anschubfinanzierung für das Projekt «Triebwerk», an dem sich die Arbeitgeberorganisationen in der Region ebenfalls beteiligen. Am Dienstag sprach die Generalversammlung der AVA noch einmal 5000 Franken; diese werden dem Fonds für Nachwuchsförderung entnommen. Die Sekundarschulen Arbon und Romanshorn machen mit; Amriswil sei, so Reichardt, noch zögerlich. In diesem Jahr nun sollen die ersten praxisorientierten Workshops mit Ausbildnern der Betriebe und Lehrlingen in der zweiten Oberstufe starten, kündigte Reichardt an.

Mehr politisches Engagement

Um wirtschaftsfeindlichen Initiativen entgegentreten zu können, fordert AVA-Präsident Dennis Reichardt «mehr politisches Engagement». – Aus dem AVA-Vorstand tritt Peter Ellenbroek zurück; Hans-Ulrich Lindenmann ergänzt das Gremium.

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