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ZIHLSCHLACHT: «Das Schwingen in der Politik ist Herausforderung genug»

Die Gäste schätzen am Thurgauer Kantonalen Schwingfest die urchig-traditionelle Stimmung. Auch die Fairness in dieser Sportart kommt gut an. Selber im Sägemehl stehen will aber kaum jemand der Zuschauer.
Daniela Ebinger

Bereits um acht Uhr ist die Tribüne am Kantonalen Schwingfest gut besetzt. Ramona Bärlocher und Laura Odermatt verfolgen konzentriert, was sich in den Ringen tut. Für sie ist dieser Anlass eine gute Kombination von Fest, Geselligkeit und urchiger Tradition. Technik und Kraft hinter diesem Sport faszinieren die beiden jungen Frauen aus Amriswil. «Es ist ein Sport für richtige Männer», sagt Ramona. Auch als Zuschauer ist verletzungsbedingt Dani Gubler vom Schwingverband Unterthurgau auf dem Platz. «Janu – jetzt unterstütze ich meine Kollegen tatkräftig mit der Stimme», meint er und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu, am Abend im Festzelt dann noch tatkräftiger zu sein. «Das sind alles bodenständige, geerdete Leute und ein solches Fest auf die Beine zu stellen ist nicht ohne», sagt Nationalrat Markus Hausammann und weist auf die Wetterbedingungen im Vorfeld hin. Er schätze die traditionellen Werte der Schwinger sehr. Selber stand er als Turner an einem Nationalturntag einmal im Ring. Aktiver war sein Schwager Martin Sonderer. «Als junger Bursche stand ich früher selber im Sägemehl», sagt der Mann aus Biessenhofen. Das Alter habe ihn eingeholt. «Ich geniesse es heute mit meiner Ehefrau Elisabeth als Zuschauer und sie schaut den jungen, dynamischen Schwingern gerne zu.» Monika Knill fasziniert der Schwingsport mit seinem gesamten Umfeld. Die Regierungsratspräsidentin erinnert sich an ihre Schulzeit – da hat sie gerne gerammelt. «Jetzt sind mir die Gegner ausgegangen», sagt sie scherzend. Sie stand an diesem Sonntagmorgen extra wegen Orlik und Giger so früh auf und hofft auf einen Sieg für Giger. Dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hat, sind sich auch Ständerat Roland Eberle und Grossratspräsident Gallus Müller einig. Die verschiedenen Schauplätze mit den Wettkampfringen im Blickfeld zu haben sei kein Problem. Selber will von ihnen niemand im Sägemehlring stehen. «Das Schwingen auf dem politischen Parkett ist genug Herausforderung», so Eberle.

Daniela Ebinger

redaktion@thurgauerzeitung.ch

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