Zielstrebiger Schaffer

Kurz vor Jahresende ist der Roggwiler Heinz Daepp im Alter von 81 Jahren verstorben. Als zielstrebiger Macher war er über die Gemeindegrenze bekannt. Heinz Daepp ist als Bauernsohn in der Bleiche Arbon aufgewachsen und zeitlebens dem Umfeld der Landwirtschaft treu geblieben.

Gallus Hasler
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Heinz Daepp 1933 – 2014 (Bild: Max Eichenberger)

Heinz Daepp 1933 – 2014 (Bild: Max Eichenberger)

Kurz vor Jahresende ist der Roggwiler Heinz Daepp im Alter von 81 Jahren verstorben. Als zielstrebiger Macher war er über die Gemeindegrenze bekannt. Heinz Daepp ist als Bauernsohn in der Bleiche Arbon aufgewachsen und zeitlebens dem Umfeld der Landwirtschaft treu geblieben.

Immer wieder setzte er sich stark für das Gemeinwohl ein. So ist es mitunter Heinz Daepp zu verdanken, dass es in Roggwil schon in den 1960er Jahren einen Kindergarten gab.

Grosse Verdienste um Schloss

Als im Jahre 1976 das Schloss Roggwil hätte abgebrochen werden sollen, kämpfte er an vorderster Front unermüdlich für die Rettung dieses historischen Gebäudes. Er organisierte Fronarbeit, gründete die Stiftung «Schloss Roggwil» und präsidierte den Stiftungsrat während vieler Jahre. Es ist Heinz Daepp zu verdanken, dass das Schloss Roggwil zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt geworden und aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken ist.

Einen grossen Einsatz leistete Heinz Daepp auch für die Erhaltung des historischen Mayrhauses in Arbon, einer familieneigenen Liegenschaft. Zusammen mit Familienmitgliedern, Handwerkern und der kantonalen Denkmalpflege renovierte er das historische Haus und konnte es als wichtigen Zeitzeugen erhalten.

Als Mitgründer und langjähriger Präsident des Vereins «Obstsortensammlung Roggwil» hat sich Heinz Daepp zudem für den Erhalt von alten Obstsorten eingesetzt.

In Vereinen aktiv

Auch die körperliche Ertüchtigung bedeutete ihm viel. So war er als Oberturner und Präsident der Männerriege Roggwil viele Jahre aktiv.

Alles, was Heinz Daepp anpackte, führte er konsequent durch. Er war zielstrebig und hartnäckig. Dennoch war es ihm wichtig, seine Ziele den Mitmenschen klar zu machen und sie dafür zu begeistern. Dabei ging es ihm nie um seine Person, sondern immer um die Sache. Seinen Weggefährten gegenüber zeigte er sich immer dankbar.

Für sein Schaffen sind wir ihm dankbar. Heinz Daepp hat für unsere Gemeinde und unsere Region viel getan. In seinen Werken lebt er weiter.