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Zielstrebig und innovativ

Daniel Zurbrügg aus Heldswil kandidiert für den Gemeinderat. Der 43-Jährige möchte die Nachfolge von René Honauer antreten und auch dessen Ressort übernehmen. Wahltag ist der 4. März.
Georg Stelzner
Daniel Zurbrügg, Kandidat für den freiwerdenden Sitz im Gemeinderat Hohentannen. (Bild: Reto Martin)

Daniel Zurbrügg, Kandidat für den freiwerdenden Sitz im Gemeinderat Hohentannen. (Bild: Reto Martin)

Georg Stelzner

georg.stelzner

@thurgauerzeitung.ch

Das Leben nimmt bisweilen unerwartete Wendungen. Diese Erfahrung hat auch Daniel Zurbrügg gemacht. «Eigentlich wollte ich Stromableser werden und ich hatte mich auch schon um diese Stelle beworben, als der freiwerdende Sitz im Gemeinderat Hohentannen ein noch grösseres Interesse in mir weckte», erzählt Zurbrügg. Stromableser wird der Heldswiler jetzt nicht, dafür aber mit hoher Wahrscheinlichkeit neuer Gemeinderat, denn er ist der einzige offizielle Bewerber für diese Funktion.

Zwei Faktoren seien für seine Kandidatur ausschlaggebend gewesen, betont Zurbrügg. Zum einen der Umstand, dass niemand sonst dieses Amt anstrebt, zum andern die Aussicht, das Ressort «Kiesabbau, Bauwesen» übernehmen zu können. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeiten bringe er fachliche Kenntnisse mit, die ihm bei der Ausübung des Gemeinderatsmandats hilfreich wären. Nichtsdestotrotz sei die Kandidatur kein spontaner Entschluss, sondern das Ergebnis einer reiflichen Überlegung gewesen, «denn letztlich muss alles passen». Von seiner Frau und seinem Arbeitgeber bekomme er die nötige Unterstützung. «Das ist mir wichtig», sagt Zurbrügg.

Viele Pluspunkte und einige Problemfelder

An der Gemeinde Hohentannen schätzt der parteiunabhängige Kandidat, der seit 2012 in Heldswil wohnt, die übersichtlichen Verhältnisse («Hier kennen sich die meisten Einwohner persönlich»), die landschaftliche Schönheit und die Ruhe. Auch wenn man wegen fehlender Ladengeschäfte viele Besorgungen auswärts erledigen müsse, was eine gewisse Mobilität bedinge, bescheinigt Zurbrügg der Gemeinde eine hohe Lebensqualität. Von dieser würden nicht zuletzt Fa- milien mit Kindern profitieren. Beeindruckt ist er auch von der Art und Weise, wie es der Gemeinde in den vergangenen Jahren gelungen ist, den Schuldenberg abzutragen und in der Energiepolitik mit einer nach- haltigen Ausrichtung landesweit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Als Gemeinderat wolle er dazu beitragen, diesen erfreulichen Zustand zu prolongieren. Als Wermutstropfen empfindet Zurbrügg die gastronomische Situation, steht derzeit doch weder in Hohentannen noch in Heldswil ein Restaurant zur Verfügung. Sich selber charakterisiert der Kandidat als ausdauernd, zielstrebig und innovativ. Es reize ihn auch, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Und wenn er von etwas überzeugt sei, lasse er sich vom eingeschlagenen Weg nicht mehr abbringen. Daraus resultiere allerdings auch eine gewisse Ungeduld, räumt Zurbrügg ein. An seiner parteipolitischen Ungebundenheit soll sich nichts ändern, er steht jedoch dazu, mit dem bürgerlichen Lager zu sympathisieren. Er beabsichtige nicht, einer Partei beizutreten und wolle für alle Einwohner, ungeachtet ihres Wohnorts, ein offenes Ohr haben. Mehrheits- entscheide im Gemeinderat mitzutragen, auch wenn er anderer Meinung ist, wäre für ihn kein Problem, erklärt Zurbrügg. Solche Situationen seien ihm vertraut. «Ich war viele Jahre im Vorstand eines Schützenvereins.»

Um die Zukunft der Gemeinde Hohentannen, die mit ihren rund 600 Einwohnern zu den kleinsten im Thurgau gehört, ist Zurbrügg nicht bange. «Hier leben viele motivierte Menschen, die sich für den Fortbestand der Gemeinde einsetzen.» 2019 finden bereits Gesamterneuerungswahlen statt. Zurbrügg wird dann wieder antreten. Er kann sich vorstellen, zumindest zwei Amtsdauern im Gemeinderat mitzuarbeiten. Für den Wahlgang vom 4. März 2018 wünscht er sich eine hohe Stimmbeteiligung.

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