Zielen und werfen bis in die Nacht

KREUZLINGEN. Am Wochenende veranstaltete der Darts Club T.O.M. im Dreispitz die Schweizer Mannschaftsmeisterschaften im Electronic-Darts. Die Organisatoren erhielten Lob.

Desirée Müller
Drucken
Teilen
Gerät an Gerät standen die E-Darts-Apparate in der Dreispitzhalle. (Bild: Desirée Müller)

Gerät an Gerät standen die E-Darts-Apparate in der Dreispitzhalle. (Bild: Desirée Müller)

KREUZLINGEN. Vor dem Sport- und Kulturzentrum Dreispitz diskutieren die Dartspieler angeregt über die letzte Runde . Frische Luft schnappen ist ein guter Rat. Während der Schweizer Mannschaftsmeisterschaften im E-Darts herrschen im Dreispitz hohe Temperaturen. 145 Vereine waren für den Grossanlass angereist. Im Durchschnitt mit je vier Spielern. In der Halle stehen Dutzende der elektronischen Darts-Apparate dicht aneinandergereiht. Man muss sich förmlich durch die Menge kämpfen. Auf den Tribünen sitzen einige wenige Zuschauer. Wenn die Spieler nicht gerade am Zug sind, reden sie ausgelassen mit ihren Mitstreitern. Es wird viel gelacht, und Sprüche werden geklopft. Sobald die Spieler aber die Pfeile in die Hand nehmen, herrscht volle Konzentration.

Lob für die Organisatoren

«Die Stimmung ist einfach super hier. Wir sind eine grosse Familie», sagt Raymund Balbach während einer Pause. Der Nati-Trainer und Weltmeister kennt sich mit Turnieren aus. «Es ist alles perfekt organisiert, und es macht richtig Spass.» «Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung», bestätigt auch OK-Chef Adrian Giger. Seine Stimme ist nur noch ein Krächzen und die Augen blutunterlaufen. «Diese Nacht habe ich durchgemacht», erzählt er am Samstagabend. «Bis um drei Uhr wurde gespielt, und um sechs Uhr haben wir mit dem Putzen begonnen.» Er wusste jedoch, was auf ihn zukommt. «Vor vier Jahren haben wir bereits einmal die Schweizer Meisterschaft in Kreuzlingen organisiert.» Giger möchte zeigen, dass Kreuzlingen fit für solche Grossveranstaltungen ist.

Sieger zur WM nach Slowenien

Das fünfköpfige OK investierte viel Zeit und Kraft in den Anlass. Es habe sich aber gelohnt. Am Sonntag fanden die Finalspiele der drei Ligen statt. «Die Gewinner dürfen nach Slowenien an die Weltmeisterschaft», erzählt Raymund Balbach. «Da lohnt es sich, ehrgeizig zu sein.»

Aktuelle Nachrichten