Zentrum kostet 50 Millionen

KREUZLINGEN. Der Kreuzlinger Stadtrat hat gestern seine Ideen präsentiert. Er bezeichnet den Bau des Stadthauses, der Schwimmhalle, der Tiefgarage Festwiese und des Bushofs als Impulsprogramm.

Martina Eggenberger Lenz
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Die Vision des Stadtrates: So könnte das neue Zentrum von St. Ulrich her mit grossem Stadtpark im Vordergrund und dem Stadthaus im Hintergrund aussehen. (Bild: Modell: Stadt Kreuzlingen)

Die Vision des Stadtrates: So könnte das neue Zentrum von St. Ulrich her mit grossem Stadtpark im Vordergrund und dem Stadthaus im Hintergrund aussehen. (Bild: Modell: Stadt Kreuzlingen)

KREUZLINGEN. Wenn der Stadtrat in den nächsten vier Jahren seinen Legislaturschwerpunkt umsetzt, dann ist die Stadt um vier grosse Projekte reicher. Das neue Stadthaus will die Exekutive im Dreispitzpark bauen. Die Schwimmhalle sieht sie entweder unterirdisch neben dem Dreispitz oder als Anbau beim Egelsee. Der Bärenplatz soll mit einer Tiefgarage versehen und an der Oberfläche zu einem Park umgestaltet werden. Der Bushof muss erweitert werden. Das alles hat seinen Preis: Rund 50 Millionen Franken muss die Stadt zur Realisierung der Projekte aufwerfen. Die Regierung will alles zeitnah und räumlich nah bauen – auch, um Synergien zu nutzen und die lokale Wirtschaft zu fördern.

Stadtrat sieht Bedarf gegeben

Stadtammann Andreas Netzle spricht von einem Impulsprogramm zur Aufwertung des Zentrums. Selbstbewusst, modern und grün soll es erscheinen.

Die Vision des Stadtrates trägt den Titel «Xentrum». Das X stehe für Kreuzlingen, die vier Projekte, fürs Ankreuzen, also Ja sagen. «Es ist noch nichts in Stein gemeisselt», sagt Netzle. Die vier Vorlagen gelangen einzeln vor den Gemeinderat und das Volk. Werde ein Projekt abgelehnt, verliere man zwar Synergien, doch halte man trotzdem an den übrigen Vorhaben fest, sagt der Stadtammann. Der Bedarf der einzelnen Elemente sei ausgewiesen.

Steuerfuss soll nicht steigen

Für die einzelnen Bauten sind im Finanzplan folgende Beträge eingesetzt: Stadthaus 20 Millionen, Park und Tiefgarage 17,5 Millionen, Bushof 1 Million und Schwimmhalle 13 Millionen Franken. Das ergibt ein Total von 51,5 Millionen Franken. Das sei aber lediglich eine Schätzung, sagt Netzle. Damit wächst die Verschuldung der Stadt bis 2015 auf voraussichtlich 43 Millionen Franken an. «Kreuzlingen kann sich diese mittlere Verschuldung leisten.» Wenn sich die Stadt wie vorgesehen verschulde, dann müsse eine Phase der Disziplin folgen, betont Netzle. Diese könne mehrere Jahre andauern. Dennoch wolle der Stadtrat den Steuerfuss nicht erhöhen.

Entgegen kommt der Regierung, dass 2013 das Finanzvermögen der Stadt neu bewertet wird. Dadurch verbessert sich die Bilanz um 20 Millionen Franken. Mit der herkömmlichen Rechnungsmethode wäre die Verschuldung gar auf 60 Millionen Franken angestiegen.