Zeichnungen, die Spass machen

Im Kunstgang der PMS ist eine Auswahl an Comicseiten und Illustrationen des Kreuzlinger Zeichners Beni Merk zu sehen. Letzte Woche fand die Vernissage zu «Sprechblasen und mehr» statt.

Anna Hug
Merken
Drucken
Teilen
Comiczeichner Beni Merk aus Kreuzlingen. (Archivbild: Urs Jaudas)

Comiczeichner Beni Merk aus Kreuzlingen. (Archivbild: Urs Jaudas)

Beni Merk, sind Sie mit dem Verlauf der Vernissage zufrieden?

Beni Merk: Mit dem Verlauf bin ich vollends zufrieden. Kurz vor 19 Uhr standen wir noch ein wenig verloren da, dann fanden doch noch ein paar Leute den Weg in den Altbau der PMS.

Was war Ihr persönliches Highlight am Mittwochabend?

Merk: Ich habe mich sehr über all die Besucher, ihr Interesse und die positiven Rückmeldungen gefreut.

Wo finden Sie die Inspiration zu ihren Comics?

Merk: Die Inspiration sind das Leben und der Alltag. Manchmal führt das zu ganz konkreten Ideen, manchmal merke ich erst während der Arbeit, wohin mich das Zeichnen führt. Aktuelle Themen, das Familienleben oder die Gefühlswelt – all das findet Einzug in die Geschichten.

Wollen Sie mit Ihren Zeichnungen und Comics eine bestimmte Botschaft überbringen?

Merk: Ich will keine Botschaften übermitteln, den Mahnfinger heben oder wichtige Themen ansprechen. Wenn sich jemand angesprochen fühlt von einer Zeichnung, dann freut mich das sehr. Mir macht das Zeichnen Spass – wenn das Anschauen oder Lesen auch Spass macht, ist das wunderbar.

Gibt es bestimmte Themen, die in Ihren Werken wiederholt eine Rolle spielen?

Merk: Wenn Sie jetzt auf die 24h-Comics ansprechen, dann habe ich die letzten drei Jahre eine Geschichte gezeichnet rund um einen fiktiven Charakter, der sich Hanuman nennt. Angelehnt ist die Figur an eine hinduistische Gottheit in Affengestalt, die übermenschliche Kräfte besitzt. In diesen Geschichten geht's um Stolz, um Zombies und die Liebe. Das ist keine ernsthafte Angelegenheit.

Worauf können sich Besucher der Ausstellung freuen?

Merk: Im Kunstgang hängen einige Originalseiten von 24h-Comics der letzten Jahre. Daneben kann man Bleistiftzeichnungen sehen, die zu verschiedenen Zwecken entstanden sind: Comichefte, Wimmelbilder, Auftrags- und auch freie Arbeiten. Weiter sind Skizzenseiten ausgestellt, und in den Schaukästen kann man verschiedene kleine Arbeiten entdecken, wie selbst entworfene Stempel oder gedruckte Kinder-Shirts.

Die Ausstellung «Sprechblasen und mehr» ist noch bis zum 18. Dezember zu sehen.