«Zehn kleine Engelein»

WEINFELDEN. Das wird ein spannender Silvesterabend: Die Bühni Wyfelde bringt einen Klassiker von Agathe Christie auf die Bühne des Theaterhauses Thurgau. Im Januar folgen 13 weitere Aufführungen.

Esther Simon
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Sie proben für die Aufführung des Krimis «Zehn kleine Engelein» im Theaterhaus Thurgau: Eliane Novelli, Benjamin Heutschi und Bruno Höck. (Bild: Peter Heider)

Sie proben für die Aufführung des Krimis «Zehn kleine Engelein» im Theaterhaus Thurgau: Eliane Novelli, Benjamin Heutschi und Bruno Höck. (Bild: Peter Heider)

Die Welt wäre so schön. Eine einsame Insel, eine Villa am rauschenden Meer. Aber der Hausherr ist ein bisschen mysteriös. Die zehn Gäste, die er auf die Insel lockt, konfrontiert er nach und nach mit dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit. Nicht genug damit: Ein Gast nach dem anderen kommt um. Unter den Überlebenden, die immer weniger werden, beginnt das grosse Rätselraten. Wer ist der Mörder? Kann man ihn stoppen, und wenn ja, wie?

Suche immer schwieriger

Das Kriminalstück heisst «Zehn kleine Engelein». Agatha Christie hat es geschrieben. 1939 erschien es unter dem Originaltitel «Ten little Niggers or The Last Weekend». Das Ensemble besteht aus zehn Schauspielerinnen und Schauspielern. Es sind erprobte und solche, die ihr Glück erstmals auf einer Bühne versuchen. Sie sind alle Laien. Aber die Regisseurin, Eva Mann, ist ein Profi. «Wir sind sehr glücklich, dass Eva Mann Regie führt», sagt Produktionsleiterin Marta Wechsler. «Somit können wir auch unser System weiterführen, wonach das Ensemble aus Laien besteht und ein Profi Regie führt. Dieses System hat sich bewährt. Schauspielerinnen und Schauspieler können vom Profi ausserordentlich viel lernen, wenn sie wollen.» Leider werde es aber immer schwieriger, überhaupt Darstellerinnen und Darsteller zu finden. Woran das liegt? Marta Wechsler vermutet, dass sich heutzutage niemand mehr für vier Monate verpflichten will. Immerhin finden Proben schon seit den Sommerferien statt. Dann folgen die beiden Aufführungen an Silvester und 13 weitere Darbietungen im Januar. Dazu kommt das Lernen der Texte. «Das ist schon anstrengend», sagt Marta Wechsler.

Keine schwere Kost

Der Krimi wirft zwar einige Fragen auf: Kann ein Rechtssystem wirklich Gerechtigkeit herstellen? Inwiefern sind wir für unsere Handlungen verantwortlich? Das Stück ist aber keine schwere Kost. Marta Wechsler ist überzeugt, dass es den Leuten gefällt. «Um den Jahreswechsel herum will man lachen und schmunzeln», weiss die langjährige Präsidentin der Bühni Wyfelde aus Erfahrung.

www.buehniwyfelde.ch

Eva Mann Regisseurin Bühni Wyfelde (Bild: pd)

Eva Mann Regisseurin Bühni Wyfelde (Bild: pd)