WUPPENAU: Einwintern am Barfussweg

Zum Abschluss des Jahres tätigt der Waldverein letzte Unterhaltsarbeiten. Die Mitglieder schneiden Schilf am Biotop.

Ruedi Steiner
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Mitglieder des Waldvereins mähen Schilf am Weiher. (Bild: Rudolf Steiner)

Mitglieder des Waldvereins mähen Schilf am Weiher. (Bild: Rudolf Steiner)

Jedes Jahr im Herbst gehts für die Mitglieder des Waldvereins Wuppenau ans Aufräumen und Herausputzen: der beliebte Barfuss- und Panoramaweg auf dem Nollen rund um Hosenruck wird für die Überwinterung fit gemacht. Deshalb ist nebst der Hauptversammlung am 27. Oktober der 7. Oktober in der Agenda des Waldvereins ein wichtiges Datum. Schilfschneiden im Biotop und das Herausputzen der Nistkästen entlang des Barfusswegs stand auf dem Programm.

Am frühen Samstagmorgen trafen sich ein Dutzend Helfer mit Hanspeter Gantenbein beim Biotop im Weidli, um dem Schilf im kleinen idyllischen Weiher zu Leibe zu rücken. «Das ist eine unserer Aufgaben zum Unterhalt des Weges», sagt der ehemalige Gemeindepräsident und bisher einzige Vereinspräsident des 1995 gegründeten Waldvereins Wuppenau.

Aus Schilf wird Energie

Das Schilf bringt der Verein in die Kompogasanlage in Niederuzwil. Dort wird es gegen Bezahlung in Energie und Naturdünger verarbeitet, wie der 63-Jährige erklärt. Gemäht und aufgeladen wird das Schilf nicht mehr von Hand, sondern mit Motorsense und Kleinkran. Dann fahren Gemeinderat Fredi Seeberger und sein Sohn Simon den etwa 1000 Kilogramm schweren Schilfschnitt mit zwei grossen Traktoren samt Ladewagen nach Nie-deruzwil. Die Arbeit ist dadurch entsprechend schnell erledigt, und die Vereinsmitglieder können sich etwas früher zum Frühschoppen oder zur Ovomaltine in der Ilge in Hosenruck treffen.

Im Laufe des Jahres helfen die rund 50 Vereinsmitglieder nicht nur beim Unterhalt des kleinen und grossen Barfuss- und Panoramaweges, sondern auch bei der Bewirtschaftung des nach ihren Angaben höchsten Rebbergs im Kanton tatkräftig und freiwillig mit. Nebst dem eigenen Wein profitieren die Mitglieder auch vom Wald in Form von Brenn- und Cheminéeholz zum Eigengebrauch.

Ruedi Steiner

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch