Würdigung für Eugen Staub

Die Güttinger Behörden und Bevölkerung feierten die offizielle Verabschiedung des ehemaligen Gemeindeammanns Eugen Staub mit lobenden Worten, versöhnlichen Gesten und einem Geschenk-Harass.

Hana Mauder Wick
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Apéro-Organisator Beat Krähenbühl, alt Gemeindeammann Eugen Staub und sein Nachfolger Urs Rutishauser sitzen beim Apéro zusammen. (Bild: Hana Mauder Wick)

Apéro-Organisator Beat Krähenbühl, alt Gemeindeammann Eugen Staub und sein Nachfolger Urs Rutishauser sitzen beim Apéro zusammen. (Bild: Hana Mauder Wick)

GÜTTINGEN. Es war eine Geschichte mit schwierigen Kapiteln. Jetzt ist der Schlusspunkt gesetzt. Mit einem Apéro der leisen Töne verabschiedete das Dorf seinen ehemaligen Gemeindeammann Eugen Staub. «Mit einem Jahr Verspätung», wie der ehemalige Schulpräsident Beat Krähenbühl erklärte. Den Auftrag zur Ausrichtung der Feier habe er vom Gemeinderat im letzten Jahr erhalten. Aber Staubs Ehefrau Susanne war im Herbst verstorben. Jetzt erhoben Gäste und Behörden-Vertreter in der Rondelle des Restaurants Bahnhof die Gläser auf einen Neuanfang für Staub und für Güttingen.

Verdienste gewürdigt

Beat Krähenbühl erinnerte an Staubs erste Amtsperiode ab 2007 und die mit 80 Prozent der Stimmen erfolgte Wiederwahl. Er sprach vom Erfolg der kleinen Dinge, von Teamgeist und der Freude über erreichte Ziele. «Wir alle hätten uns den Verlauf der Geschehnisse anders gewünscht. Aber jetzt ist die Zeit gekommen loszulassen, mit Altem abzuschliessen und Neues anzupacken.» Er überreichte dem Alt-Gemeindeammann einen Güttinger Geschenk-Harass mit den Worten: «Nimm nur das Beste aus Güttingen mit.» Dann drückte der amtierende Gemeindeammann Urs Rutishauser seinem Vorgänger Dank und Respekt aus. «Ich habe bei meinem Amtsantritt erklärt, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Aber ich werde dich aus meiner damaligen Sicht als Bürger, Mitglied der Schulbehörde und Präsident der Baukommission beschreiben», begann er. Besonders hob er Staubs Verdienste um die Ortsplanungs-Revision hervor. Er erinnerte an sein Engagement bei der Realisierung des Primarschulhauses Rotewis und an dessen Kollegialität, seine Verbundenheit zum Dorf und seine Fähigkeit zuzuhören.

Talsohle durchschritten

Sichtlich gerührt bedankte sich Staub für diesen Abschied. «Ich habe eine sehr schwierige Zeit hinter mir», sagte er. Mit liebevollen Worten dankte er seiner verstorbenen Frau. «Obwohl sie viel Schlimmeres durchmachte als ich, hat sie mir in den schwierigen Momenten immer Kraft gegeben.» Die Talsohle habe er nun durchschritten, und es gehe in seinem Leben aufwärts – beruflich wie privat. «Die sieben Jahre sind mir während der Kurzansprachen im Schnelldurchlauf durch den Kopf gegangen.» Er sprach von wichtigen Etappen seiner Amtszeit, den mutigen Schritten im Bereich Ortsplanung und dem Bau der Rotewis. «Ich war von Herzen gern Ihr Gemeindeammann.»

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