Wolken mit oder ohne Blitz

AMRISWIL. Traditionell hat der Verkehrsverein die Amriswilerinnen und Amriswiler zum Silvesterapéro auf den Marktplatz eingeladen. Mit Sekt begrüssten sie gemeinsam das neue Jahr.

Ramona Riedener
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Stadtammann Martin Salvisberg verzichtete auf eine lange Neujahrsbegrüssung – es sei zu kalt. (Bild: Ramona Riedener)

Stadtammann Martin Salvisberg verzichtete auf eine lange Neujahrsbegrüssung – es sei zu kalt. (Bild: Ramona Riedener)

Der lang erwartete Winter kam doch noch und verwandelte die karge Landschaft in ein zauberhaftes Winterland. Wie Kristall glitzerten die Lichter an den schneeverhangenen Bäumen in der Silvesternacht. Eingehüllt in dicke Mäntel, Schals und Mützen begaben sich kurz vor Mitternacht zahlreiche Amriswilerinnen und Amriswiler auf den Marktplatz, um gemeinsam das kommende Jahr zu begrüssen. Der Silvesterapéro, organisiert vom Verkehrsverein, ist inzwischen zur beliebten Tradition geworden. Weder Jung noch Alt scheuen sich, auch bei bitterer Kälte die warmen Stuben zu verlassen, um gemeinsam anzustossen.

Die Glocken waren zu leise

Während die einen sich fröhlich unterhaltend mit dem Sektglas in der Hand auf den Jahreswechsel warteten, bereitete sich eine Gruppe junger Leute aufgeregt auf eine spanische Silvestertradition vor: Eine Traube essen bei jedem Glockenschlag um Mitternacht soll Glück bringen im neuen Jahr. Die je zwölf Trauben der Jugendlichen waren bereit, doch die Böllerschüsse und Raketen übertönten die dumpfen Schläge der Kirchenuhr, so dass nicht eindeutig geklärt werden konnte, wann sie mit der Zeremonie beginnen sollten.

«Wir sind Amriswil»

Stadtammann Martin Salvisberg verzichtete bei seiner Neujahrsansprache auf lange Worte und einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Dafür sei es zu kalt. Er wünsche sich Optimismus für das neue Jahr und dass man sich nicht an Kleinigkeiten aufrege.

Mit dem Zitat eines unbekannten Autors «Und wenn es wirklich einmal schlecht kommen sollte, dürfen wir den Kopf nicht hängen lassen. Denn nicht in jeder Wolke steckt ein Blitz, und steckt er drin, so schlägt er vielleicht nicht ein, und schlägt er ein, so vielleicht nicht bei uns, und wenn bei uns, so sengt er vielleicht nur, und es gibt keinen grossen Brand», beendete Martin Salvisberg seine Ansprache. Er bedankte sich bei allen, die etwas für die Gemeinschaft getan haben, und wünscht seinen Amriswilerinnen und Amriswilern Gesundheit, Zufriedenheit und Glück fürs 2015. «Wir sind Amriswil. Prosit Neujahr!»