Wohnen auf dem Holzplatz

Am Dorfrand von Erlen sollen Industrie, Gewerbe und Wohnungen entstehen. Der Bau von Strasse, Kanalisation und Versorgungsleitungen ist gestartet.

Trudi Krieg
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Vertreter der Gemeinde und der Unternehmen beim Spatenstich. (Bild: Trudi Krieg)

Vertreter der Gemeinde und der Unternehmen beim Spatenstich. (Bild: Trudi Krieg)

ERLEN. Gemeindeammann Roman Brülisauer steuerte die Bedienungshebel am Bagger und hob eine erste Schaufel Erde aus. Vertreter der beteiligten Unternehmen trafen sich zum Spatenstich im Gebiet Holzplatz. 23 000 Kubikmeter wird das Gesamtvolumen der Erdbewegungen betragen: «Wir hoffen auf einen guten Winter, damit im April das Gebiet erschlossen ist», meinte Roman Brülisauer zuversichtlich. Anschliessend könne mit den Hochbauarbeiten begonnen werden.

Jahrelange Planung

Schon 1999 gab es erste Bestrebungen zur Erschliessung von Bauland am östlichen Dorfrand von Erlen. 2007 wurden Vorprojekte für Strasse, Gehwege, Kanalisation und Versorgungsleitungen erstellt. Eine Baulandumlegung wurde nötig, weil die neue Strasse, welche die Wohnzone von der Industrie- und Gewerbezone trennt, begradigt verläuft. Die bestehende Rösslistrasse wird zurückgebaut. Die Industriezone ist, neben der neuen Strasse und dem Gehweg, durch eine Freihaltezone vom Wohngebiet getrennt. Die Fläche der Freihaltezone beträgt etwa 5350 Quadratmeter.

2,6 Millionen Franken Kosten

Die Entwässerungsanlagen wurden für zusätzliche 13 000 Quadratmeter spätere Wohnzone bemessen und werden entsprechend ausgeführt (Gebiet nördlich der Kümmertshauserstrasse). Südlich ist ein Retentionsbecken mit einem Volumen von 700 Kubikmetern zur Rückhaltung des Regenabwassers und einer dosierten Einleitung in die Aach geplant. Mit zwei Unterpressungen wird das Regen- und Mischabwasser mittels grabenlosen Tiefbaus unter der SBB-Gleisanlage durchgeleitet. Die Gesamtkosten der Erschliessung belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Franken. Darin enthalten sind Kosten für Vorinvestitionen, Planung, Bauarbeiten, Installationsarbeiten zur Wasser- und Erdgasversorgung sowie der Verkabelung für elektrische Energie. Gemäss vorgängig erstelltem Kostenverteiler werden die Erschliessungskosten an die verschiedenen Grundeigentümer anteilsmässig weiterverrechnet. Erschliessungsanlagen, welche übergeordnete Funktionen erfüllen, werden von der politischen Gemeinde, teilweise vom kantonalen Tiefbauamt finanziert.