Wohin mit der neuen Halle?

AMRISWIL. Für den ressortverantwortlichen Amriswiler Stadtrat Stefan Koster kommen drei Standorte für den Bau einer zusätzlichen Sporthalle in Frage. Sie liegen alle im Bereich des jetzigen Sportplatzareals.

Roger Häni
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Die Amriswiler Sportanlagen von Westen gesehen: In unmittelbarer Nähe dazu möchte die Stadt auch die neue Sporthalle bauen. (Archivbild: Manuel Nagel)

Die Amriswiler Sportanlagen von Westen gesehen: In unmittelbarer Nähe dazu möchte die Stadt auch die neue Sporthalle bauen. (Archivbild: Manuel Nagel)

An seiner Sitzung vom nächsten Dienstag möchte der Stadtrat die Botschaft verabschieden. Und am 19. Juni wird Amriswil über den Projektierungskredit einer neuen Sporthalle abstimmen können.

Keine andere der grossen Gemeinden im Kanton könne ihren Einwohnern so wenig Sporthallenfläche bieten wie Amriswil, sagt Stadtrat Stefan Koster (Ressort Sport). Dabei sei Amriswil bezüglich Altersstruktur sehr jung. Den Bedarf an einer zusätzlichen Halle hält er für ausgewiesen.

Zu wenig hoch für Volleyball

Auch eine Umfrage der Thurgauer Zeitung hat gezeigt, dass etliche Sportvereine im Winter Platzprobleme haben und es ausserdem an Garderoben mangelt (TZ vom 9. März). Schon seit längerem bekannt ist, dass Volley Amriswil infrastrukturmässig in der heutigen Tellenfeldhalle an Grenzen stösst. Nicht nur fehlt es an einer Zuschauertribüne. Auch ist die Halle eigentlich zu wenig hoch fürs Spitzenvolleyball. Das Nati-A-Team sei deshalb bei der Austragung seiner Heimspiele auf eine Ausnahmebewilligung angewiesen, weiss Stefan Koster.

Dass die Amriswiler Volleyballer auch in Zukunft (wieder) an der nationalen Spitze stehen werden, davon ist der SVP-Stadtrat überzeugt. Sicher sei der Ausgang dieser Saison (nur Platz vier in der Meisterschaft) enttäuschend, doch glaubt er an den langfristigen Erfolg. «Aufs und Abs gibt es im Sport immer wieder, das ist normal», sagt Koster, der sich von einer besseren Infrastruktur auch positive Auswirkungen auf den sportlichen Erfolg verspricht.

Multifunktionaler Nutzen

Er erwähnt aber auch explizit, dass eine allfällige neue Halle nicht nur den Volleyballern zu dienen habe. «Sie muss multifunktional nutzbar sein.»

Falls die Stimmbürger den Projektierungskredit am 19. Juni annehmen, würden die Bedürfnisse der Sportvereine genauer abgeklärt und ein Projektwettbewerb durchgeführt, sagt der Präsident der Sportplatzkommission.

Natürlich habe sich die Kommission Gedanken über den Hallenstandort gemacht. In Frage kämen zurzeit drei Standorte im Bereich des jetzigen Sportplatzareals von der Egelmoos- bis zur Tellenfeldhalle. Welche das seien, verrät Koster nicht. Er sagt aber immerhin, dass alle Grundstücke der Stadt Amriswil gehören.

Bei Annahme des Projektierungskredits werde man wie erwähnt die Bedürfnisse der Vereine genauer abklären und darauf basierend den sinnvollsten Standort bestimmen.

Wünsche sind erwünscht

Der in der Thurgauer Zeitung geäusserte Wunsch der Leichtathleten, man möge einen Laufkanal in die neue Halle integrieren, sei ihm bereits bekanntgewesen, sagt Stefan Koster. Ob sich so ein Laufkanal verwirklichen lasse, wisse er aber nicht. «Man wird abwägen müssen. Die Halle soll ja auch finanzierbar sein.»

Er könne an dieser Stelle keine Versprechen machen, doch sei es grundsätzlich richtig und wichtig, Wünsche zu äussern.

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