Woche über die Energiewende

Die Viertklässler der Kantonsschule Kreuzlingen haben sich in der Technikwoche intensiv mit erneuerbaren Energien beschäftigt.

Drucken
Teilen
Zwei Maturandinnen sind konzentriert an der Arbeit. (Bild: pd)

Zwei Maturandinnen sind konzentriert an der Arbeit. (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Die dritte Technikwoche an der Kantonsschule Kreuzlingen wurde mit einem Referat von Thalia Meyer begonnen. Sie zeigte die Herkunft der Energie in der Schweiz auf sowie wo es noch vorhandenes Potenzial für erneuerbare Energien gäbe. Um den Schülern die Dringlichkeit der Energiewende klarzumachen, war dieser Einstieg der Richtige. Für den Verantwortlichen der Projektwoche, Mathias Bosshardt, ist das primäre Ziel der Woche, die Maturanden für die Problematik der Energieversorgung zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, dass es auch von ihnen abhängt, wie die Zukunft energietechnisch aussehen wird.

Abwechslungsreiche Workshops

Die Schüler beschäftigten sich anschliessend einen ganzen Tag in selbstgewählten Workshops. In «Energiewende in meiner Gemeinde» folgte man den gesetzlichen Grundlagen sowie dem Label Energiestadt und versuchte ganz theoretisch, die Energiewende in den Zusammenhang von Wirtschaft und Politik zu stellen. Aber natürlich wurden auch ganz praktisch orientierte Workshops angeboten. So zum Beispiel der Bau einer eigenen Brennstoffzelle, eines Windrades, eines Sonnenfolgers oder eines USB-Chargers für das Smartphone. Im Workshop «Grätzelzelle» wurde nebst dem Bau einer solchen mit Solaröfen sogar versucht, mit Sonnenenergie die Wärme für das Mittagessen zu erzeugen. Tatsächlich hat es eine Gruppe geschafft, zumindest ein Ei hart zu kochen. Es wurden auch kleine Wettbewerbe veranstaltet. So im Workshop «Das Haus der Zukunft», wo die Gruppe, die das energieeffizienteste Kartonhaus baute, mit einem kleinen Preis prämiert wurde. In einer anderen Gruppe bestand der Wettbewerb darin, ein Windrad zu bauen, das möglichst viel Strom generieren soll.

Besuch der Empa und ETH

Am zweiten Tag stand eine Exkursion zur Empa (eidgenössische Material- und Forschungsanstalt) in Dübendorf auf dem Programm. Nach einer Führung wurde den Schülern alles über die besondere Bauart des Gebäudes erläutert. Die Exkursion führte die Maturanden weiter auf den Hönggerberg zur ETH. Dort bekamen sie zuerst eine Einführung in das unterirdische Energienetz, mit dem sich die Hochschule bald zu hundert Prozent selber beheizen und im Sommer abkühlen will. Danach gab es eine Führung über den Campus.

Nachdem am Mittwoch wieder Workshops angeboten wurden, stand der Freitag im Zeichen des Austausches des Erlebten und der Eindrücke, welche in den Workshops, bei den Expertenreferaten oder bei der Exkursion erlangt wurden. (red.)