Wo Integration spielerisch gelingt

ARBON. In den Frühlingsferien haben bei der Züglete alle mit angepackt: Vorstandsmitglieder und Spielgruppenleiterinnen. Am Samstag öffnete die Spielgruppe Arbon-Frasnacht für Interessierte die Türen ihres neuen Arboner Domizils.

Max Eichenberger
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Das Angebot der Spielgruppe Arbon-Frasnacht nehmen Eltern von 120 Kindern wahr. Im neuen Lokal in Arbon wird bereits gespielt. (Bild: Max Eichenberger)

Das Angebot der Spielgruppe Arbon-Frasnacht nehmen Eltern von 120 Kindern wahr. Im neuen Lokal in Arbon wird bereits gespielt. (Bild: Max Eichenberger)

Das Lokal befindet sich im hinteren Teil des Witzig-Gebäudekompelxes an der St. Gallerstrasse 19c, in unmittelbarer Nachbarschaft der Ludothek. Im ehemaligen Kindergarten an der Seestrasse musste die Spielgruppe weichen. Dort hatte sie Gastrecht der Primarschulgemeinde genossen. Auf dem Areal plant diese das neue Seegarten-Schulhaus. Am 18. Mai wird über den Baukredit abgestimmt.

Das vierte Domizil

«Wir sind froh, neue Räumlichkeiten gefunden zu haben», sagt Livia Baettig. Die TV-Frau und zweifache Mutter präsidiert seit zwei Jahren den Trägerverein, dessen Vorstandsmitglieder alle ehrenamtlich arbeiten. Nach der Gründung 1980 ist dies das vierte Domizil der Spielgruppe in Arbon selber. Sie hat auch in Frasnacht ein Lokal.

Stadt und Schule tragen Miete

Die Miete von 1500 Franken für das 120 Quadratmeter grosse Spielparadies, freundlich eingerichtet und bestückt mit vielen Spielmöglichkeiten, übernehmen je hälftig die Stadt Arbon und die Primarschulgemeinde. Beide Körperschaften schätzen die wichtige Funktion der Spielgruppe in der Frühförderung und auch der Integration von Kindern im Vorschulalter. «Das wird erkannt und spielt eine zunehmend wichtigere Rolle. Darum arbeiten wir auch enger zusammen», sagt Livia Baettig.

Seit einigen Jahren intensiviert die Abteilung Soziales der Stadt die Bemühungen, das Netzwerk mit anderen Institutionen enger zu knüpfen und so die Integrationsarbeit zu verstärken. Das Angebot kommt auch berufstätigen Eltern entgegen.

Günstige Elternbeiträge

120 Kinder sind aktuell eingeschrieben. Betreut werden sie in verschiedenen Gruppen von neun ausgebildeten Leiterinnen. Sie werden unterstützt von je einer «Hütemutter» und vom Verein entlöhnt. Eine Gruppe erlebt an einem halben Tag den Roggwiler Wald. Pro Semester beträgt der Elternbeitrag je Kind 250 Franken. «Im Vergleich mit anderen Gemeinden sind unsere Kosten auf einem tiefen Niveau», sagt Livia Baettig. Bei Härtefällen gibt es Möglichkeiten der Unterstützung durch Pro Juventute oder Stiftungen. Mit den Beiträgen kann der Verein den Betrieb gerade knapp finanzieren. «Für Spenden oder Schenkungen sind wir natürlich offen», freut sich Baettig über jeden Zustupf.

Vereinspräsidentin Livia Baettig. (Bild: Picasa)

Vereinspräsidentin Livia Baettig. (Bild: Picasa)

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