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Witzeleien und tröstende Worte

Torsten Hebel entlockte dem meist jungen Publikum im Pentorama einen Lacher nach dem anderen. Mitgebracht hatte der Kabarettist aber auch eine Botschaft.
Hugo Berger
Kam gut an: Torsten Hebel. (Bild: Hugo Berger)

Kam gut an: Torsten Hebel. (Bild: Hugo Berger)

Die Ansage zu Beginn der Veranstaltung über den Sieg der Amriswiler Volleyballer löste zwar bei den rund 900 Besuchern und Besucherinnen im Pentorama Applaus aus, doch die ungeteilte Aufmerksamkeit galt dem Star des Abends: Torsten Hebel. Der Kabarettist und Evangelist aus Berlin vermochte sein meist junges Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann zu ziehen. Die Jugendlichen hingen an seinen Lippen, sie schüttelten sich vor Lachen und applaudierten, aber zwischendurch wurden sie auch nachdenklich. Organisiert wurde der Anlass vom Godi Amriswil.

Wieso ist die Kirche so trübe?

Was ist das Besondere an dieser Comedy? Torsten Hebel hält seinem Publikum einen Spiegel vor. Er deckt anhand alltäglicher Situationen, wie etwa einer Fahrt mit der U-Bahn oder dem Besuch auf dem Meldeamt, überspitzt und witzig die Humorlosigkeit und das Unvermögen der Menschen auf, miteinander zu kommunizieren. Aufs Korn nimmt er aber vor allem auch das Verhältnis der Gläubigen zu Gott. So stellt er sich die Frage: Warum ist es in der Kirche so trübe und langweilig? Warum die ernsten Mienen der Kirchgänger? Doch hinter dem Witz und der Spöttelei lässt Hebel auch immer wieder seine christliche Botschaft aufblitzen: Trete mit deinem Mitmenschen und mit Gott in eine Beziehung, lebe den Glauben mit Freude und Begeisterung.

Das andere Gottesbild

«Bei Gott geht es immer um Beziehungen», erläutert der 44-Jährige und findet Parallelen zu seinen ersten unbeholfenen Annäherungsversuchen als pubertierender Jüngling, der sich mit den falschen Worten die Zuneigung seiner Angebeteten verscherzt. «Ich war eigentlich ein schüchterner Junge», bekennt er. Für jene jungen Zuschauer, denen es ähnlich geht, findet er tröstende Worte: «Lasst euch von niemandem erzählen, dass ihr nichts wert seid. Gott liebt euch nämlich hammermässig.» Dann räumt er auch auf mit dem Bild eines fernen, rachsüchtigen Gottes und der Vorstellung von einem Paradies, wo Engel auf einer Wolke sitzen und Harfe spielen. «Es ist ganz anders: Wir werden so viel zu lachen haben, dass wir nicht mehr weinen.»

Godi-Network gewachsen

Der Auftritt von Torsten Hebel, in der christlichen Szene ein bekannter und begehrter Komiker, wurde als Höhepunkt des Godi-Jahres angekündigt und stiess mit rund 900 Besuchern auch auf die erhoffte Resonanz. «Wir überlegten lange, welchen Höhepunkt wir 2009 setzen wollen. Schliesslich verzichteten wir auf ein Konzert oder auf ein Festival zugunsten dieses Komikers, der uns echt überzeugt», erklärt Christian Stricker vom Godi-Kernteam. An die monatlichen Godi-Jugendgottesdienste kommen sonst meist zwischen 350 und 400 Jugendliche.

Das Godi-Network ist mittlerweile auf acht Standorte angewachsen (Amriswil, Frauenfeld, Kreuzlingen, Weinfelden, Schaffhausen Wetzikon, Stäfa, Andelfingen) und ist seit Anfang Jahr als selbständiger Verein organisiert. Die Initiative für das Network ging von Amriswil aus.

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