Wirtschaft sucht Berufsnachwuchs

ARBON. Über verschiedene Ausbildungsberufe, die von der Industrie, vom Gewerbe und Detailhandel im Oberthurgau angeboten werden, können sich Schüler an einem Informationsabend im Bildungszentrum Arbon nächsten Donnerstag ein Bild machen.

Max Eichenberger
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Der Werkplatz Arbon und Umgebung bietet pro Jahr hundert Ausbildungsplätze an. Im Bild der Automatiker-Lehrling Kenny Frei. (Bild: zVg)

Der Werkplatz Arbon und Umgebung bietet pro Jahr hundert Ausbildungsplätze an. Im Bild der Automatiker-Lehrling Kenny Frei. (Bild: zVg)

Das Bildungszentrum Arbon an der Standstrasse 2 veranstaltet am Donnerstag, 30. September, 19 Uhr, einen Berufsinformationsabend. Dabei stellen Berufsberater, -schullehrer, Ausbildungsverantwortliche in den Lehrbetrieben der Region und Lernende selber die verschiedenen Berufsfelder vor. Bei dieser Veranstaltung geht es vor allem um einen Erstkontakt zu den Maschinenbauberufen und den Berufen des Detailhandels, die im BZA unterrichtet werden.

Hundert Ausbildungsplätze

Der Werkplatz Arbon und Umgebung sowie der Detailhandel der Region bieten Schulabgängern jedes Jahr hundert Ausbildungsplätze an. Die Lehrbetriebe haben hier, nachdem die wirtschaftlich schwierigen Zeiten überwunden sind, keine Abstriche gemacht. Trotz beachtlichem Angebot dürfte die Nachfrage mindestens so gross sein.

Wer in einem Jahr die Schule verlässt und nicht in eine weiterführende Schule übertritt, ist darum jetzt schon gut beraten, die Fühler nach einer Lehrstelle auszustrecken oder sich zumindest im Vorstadium über das Angebot der Lehrberufe in der Region kundig zu machen.

Breiter Fächer an Lehrberufen

Gelegenheit dazu, die Berufe der Maschinenindustrie und des Detailhandels kennenzulernen, bieten die Arbeitgebervereinigung Arbon (AVA) und das Bildungszentrum

Arbon (BZA) nächsten Donnerstag den Schülern der zweiten Oberstufe: Um 19 Uhr veranstalten sie gemeinsam im BZA (ehemals Berufsschule) an der Standstrasse einen Berufsinformationsabend. Dabei wird den angehenden Schulabgängern und interessierten Eltern einen Einblick in die Lehrberufe in der Maschinenindustrie und im Detailhandel vermittelt: Automatiker, Automatikmonteur, Elektroniker, Informatiker, Polymechaniker, Produktionsmechaniker, Kunststofftechnologe und Polymechaniker mit Fachrichtung Werkzeugbau, Konstrukteur, Detailhandelsfachmann/-frau, Detailhandelsassistent, Kaufmann/Kauffrau, Logistiker. In verschiedenen Zimmern des Bildungszentrums und in der Aula werden diese Berufe vorgestellt.

Lernende als Vermittler

Akteure sind dabei auch Lernende: Praxisnah und anschaulich berichten sie über ihre Ausbildung und Erfahrungen. Für Schüler, die an der Schwelle der Berufswahl stehen, gelten Lernende als die besten Vermittler.

Aufgezeigt werden auch die Weiterbildungsmöglichkeiten. Ein hilfreiches Mittel, die Eignung für einen Beruf abzuklären, ist der sogenannte Basic-Check. Walter Nater gibt dazu interessierten Schülern im Rahmen des Infoabends Auskunft. Die meisten Lehrbetriebe verlangen von Bewerbern, einen solchen Check zu machen. Dazu gibt es für die Jugendlichen nützliche Tips für den Weg von der Bewerbung bis zur Lehrstelle.

Lehrstellenverzeichnis

Dokumentationen zu den Berufsbildern sowie ein aktualisiertes Lehrstellenverzeichnis werden aufliegen. Beim ungezwungenen Apéro im Anschluss an den Berufsinfo-Anlass bietet sich möglicherweise Gelegenheit für Interessenten, eine Schnupperlehre einzufädeln. Die Information ist nicht nur ein Service für Lehrstellensuchende, sondern auch eine gute Investition für die Anbieter.

Denn die Bedürfnisse der ausbildenden Industrie und des Gewerbes sollten sich in diesem Prozess möglichst gut mit den Neigungen der vor der Berufswahl stehenden Jugendlichen verzahnen.