«Wir sind neutral und nicht manipulierbar»

Die Ersatzwahl in den Salmsacher Gemeinderat gibt zu reden: Der Gemeindeverein sieht sich zu Unrecht in ein schiefes Licht gestellt.

Markus Schoch
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SALMSACH. Der Gemeindeverein schlägt Manuela Müller als Ersatz von Mirjam Steigmeier vor. Die 29-Jährige ist die einzige Kandidatin für die Wahl am 22. September. Zu reden gibt im Dorf, dass die Hotelfachfrau die Schwiegertochter in spe von Alfred Wüst ist, einem erklärten Gegner der geplanten Fusion von Salmsach und Romanshorn (unsere Zeitung berichtete).

Nomination nicht beeinflusst

Der Gemeindeverein wehrt sich jetzt nach diversen negativen Reaktionen aus der Bevölkerung gegen die Unterstellung, mit der Kandidatur von Müller die Fusion hintertreiben zu wollen. «Wir sind neutral, lassen uns niemanden aufschwatzen und beziehen weder für noch gegen den geplanten Zusammenschluss Stellung», stellt Präsidentin Regi Züllig klar. Alfred Wüst habe die Nomination in keiner Art und Weise beeinflusst. «Er ist nicht einmal Mitglied im Gemeindeverein.»

Es sei ihre Aufgabe, bei Wahlen Kandidaten zu suchen, erklärt Züllig. Sie hätten verschiedene Personen angefragt, die Interesse am Geschehen in Salmsach zeigen und aktiv am Dorfleben teilhaben würden, sagt Vorstandsmitglied Werner Hanselmann.

Eine junge, engagierte Frau

Manuela Müller habe sich schliesslich bereit erklärt zu kandidieren. Für den Vorstand habe es keinen Grund gegeben, sie nicht zu portieren, sagt Züllig. «Sie ist eine junge, engagierte Frau, und das allein zählt», so Vorstandsmitglied Marianne Schumacher. Wie sie über die Fusion denke, habe beim Nominations-entscheid überhaupt keine Rolle gespielt.