«Wir können uns das leisten»

Das Budget 2015 der Sekundarschulgemeinde Ermatingen rechnet mit einem Minus von knapp 600 000 Franken. Der Steuerfuss soll trotzdem konstant bleiben. Die Stimmbürger genehmigten die Vorlage an der Versammlung.

Margrith Pfister-Kübler
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Sekundarschulpräsident Beat Kneubühler (rechts) ehrt Beni Lenzin, Carmen Salinas und Marco Leone für ihr Engagement im Schuldienst. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Sekundarschulpräsident Beat Kneubühler (rechts) ehrt Beni Lenzin, Carmen Salinas und Marco Leone für ihr Engagement im Schuldienst. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

ERMATINGEN. Man habe den Sparhebel angesetzt und diesen kreativ umgesetzt, sagte Sekundarschulpräsident Beat Kneubühler an der Versammlung vom Montagabend. Jedoch: die Beitragsleistungen an den Kanton sind spürbar. «Weil wir besser gearbeitet haben, mussten wir im laufenden Jahr rund 1,65 Millionen nach Frauenfeld schicken.»

Das Budget der Sekundarschule Ermatingen für das Jahr 2015 basiert auf einem gleich bleibenden Steuerfuss von 27 Prozent. Gerechnet wird mit einem Aufwand von 4,8 Millionen und einem Ertrag von 4,2 Millionen Franken. Das ergibt einen Aufwandüberschuss von 593 000 Franken. «Mit unserem Eigenkapital von 2,1 Millionen Franken können wir uns das leisten», sagte Finanzchefin Fanny Herzog über das budgetierte Minus.

Fünf Personen geehrt

Neben Investitionen in den Informatikbereich stehen Sanierungen beim Schulhaus, so müssen die Heizungen repariert werden, die Fenster im Altbau und die Rollläden im Neubau ersetzt werden. Die Sekundarschule Ermatingen rechnet in Zukunft mit steigenden Schülerzahlen. Das Steueraufkommen wird ebenfalls als gut beurteilt. Einstimmig sagten die Stimmbürger – 54 von insgesamt 1695 Stimmberechtigten aus Salenstein und Ermatingen nahmen an der Versammlung teil – Ja zum Budget 2015.

Für ihr «Engagement an der Sekundarschule» ehrte der Präsident Beat Kneubühler die Lehrkräfte Marco Leone (20 Jahre), Kathrin Lenzin und Beni Lenzin (jeweils 15 Jahre). Carmen Selinas wurde für 10 Jahre Arbeit auf dem Sekretariat gedankt und und Gallus Hug für 10 Jahre Arbeit als Schulpfleger.

Gefährliche Elterntaxis

Kneubühler informierte an der Versammlung über das eingeführte Notfallkonzept. Zusammen mit der Feuerwehr und der Kantonspolizei wurde im Herbst erstmals eine Evakuation des Schulhauses im Brandfall geübt. Bei einer Kontrolle der Velos durch die Kapo wurden 30 Prozent der Fahrzeuge beanstandet. Ebenfalls begutachteten die Verantwortlichen beider Schulen – der Sek- und der Primarschule – die Situation mit den Elterntaxis. Man habe gefährliche Situationen beobachtet, deshalb werde die Kapo – in Uniform und zivil – Verkehrsübertretungen ahnden.