«Wir können nur zuschauen»

ROMANSHORN. In Romanshorn sind 231 Wohnungen im Bau. Auf den Bauplakaten dreier Baustellen ist zu sehen, dass die beauftragten Handwerker grossmehrheitlich Auswärtige sind. Das lokale Gewerbe hat aus preislichen Gründen das Nachsehen.

Jeanette Herzog
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Kaum beteiligt an den Baustellen sind lokale Handwerker wie Clemens Marquart. (Bild: Jeanette Herzog)

Kaum beteiligt an den Baustellen sind lokale Handwerker wie Clemens Marquart. (Bild: Jeanette Herzog)

«Wir sind rund 30 Prozent teurer als die Industrie», sagt Clemens Marquart, Präsident des Gewerbevereins Romanshorn. Dieser enorme Preisunterschied kann er sich nicht vollends erklären. Er nennt Mengenrabatte und günstigere Personalkosten als Gründe, doch selbst wenn er die Arbeitsstunden nicht verrechnen würde, läge er noch über dem Preis der Industriellen.

So kommt es, dass Clemens Marquart, Inhaber einer Innenausbau-Firma, an der Überbauung knapp einen Kilometer von seinem Unternehmen entfernt, nicht beteiligt ist. Und er ist keine Ausnahme. Die Bauplakate dreier Grossbaustellen in Romanshorn verraten, dass primär Auswärtige in Romanshorn bauen. Die Unternehmen kommen aus Zürich, aus dem Aargau, dem Rheintal und der weiteren Region. Nur ein Romanshorner Elektriker wurde berücksichtigt.

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