«Wir haben so schöne Läden hier»

Die «Kundin des Monats» Mai, Clementine Flury, ist voll des Lobes über die Fachgeschäfte in Amriswil. Sie freut sich über die Gutscheine und spricht darüber, welche Geschäftszweige ihr in Amriswil trotz allem fehlen.

Rita Kohn
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Ladenbesitzerin Sandra Brivio, Gewinnerin Clementine Flury und Fachgeschäfte-Präsident Kurt Iseli bei der Übergabe von Gutscheinen und Blumenstrauss. (Bild: Rita Kohn)

Ladenbesitzerin Sandra Brivio, Gewinnerin Clementine Flury und Fachgeschäfte-Präsident Kurt Iseli bei der Übergabe von Gutscheinen und Blumenstrauss. (Bild: Rita Kohn)

AMRISWIL. Clementine Flury kauft fast alles, was sie benötigt, bei den Amriswiler Detaillisten. «Wir haben so schöne Läden hier», sagt sie mit einem herzlichen Lächeln. Dass sie nun von den Amriswiler Fachgeschäften zur Kundin des Monats Mai gekürt wurde, bringt sie für einen kurzen Moment ausser Fassung. «Das ist ja unglaublich», sagt sie.

Liebevoll betrachtet die Gewinnerin den Blumenstrauss, den sie überreicht bekommen hat. «Wissen Sie», sagt sie zu Kurt Iseli, der als Präsident der Amriswiler Fachgeschäfte den Preis und die Blumen überreicht, «die Person, die diesen wunderschönen Strauss gebunden hat, weiss genau, was ich mag.» Genau das mache für sie ein gutes Fachgeschäft aus: der persönliche Kontakt und die Aufmerksamkeit des Personals.

Haushaltwaren fehlen

Seit Clementine Flury und ihr Mann vom Appenzeller Vorderland nach Sommeri gezogen sind, kauft die Seniorin – die Gewinnerin ist mittlerweile 81 Jahre alt – in Amriswil ein. «Die Auswahl ist gut, ich bekomme ja alles.» Nur einen kurzen Moment stutzt sie. «Fast alles», korrigiert sie sich. Denn ein Geschäftszweig fehle ihr schon: «Es ist schade, dass es in Amriswil kein Haushaltwarengeschäft mehr gibt.» Das kann Kurt Iseli nur bestätigen und erinnert daran, dass es eine Zeit gab, in der es in Amriswil gleich zwei solcher Geschäfte gegeben hat. «Es stimmt schon, ich vermisse es auch, mal kurz eine Tasse, die zu Bruch gegangen ist, ersetzen zu können oder schnell ein paar Schrauben zu holen, wenn eine Reparatur ansteht.»

Sorgen macht sich die Seniorin auch über die Zukunft der Buchhandlung, deren Besitzerin in einigen Monaten aufhören möchte.

Zufällig im Thurgau

Das Rentnerpaar lebt noch nicht allzu lange im Thurgau. Sie hätten vor einigen Jahren für ihre Tochter ein Haus gesucht, das auch Pferdehaltung möglich gemacht hätte. «Da kamen wir auf die Liegenschaft in Sommeri und haben sie gekauft.» Dies, weil die Tochter stets für den Thurgau geschwärmt hatte. Doch diese mochte nicht nach Sommeri ziehen, weshalb die Eltern das Haus sorgfältig renovierten und schliesslich selber bezogen.

«Das war ein sehr guter Entscheid», sagt die Gewinnerin mit einem Lächeln. Denn sie und ihr Mann würden sich im Thurgau ausgesprochen wohl fühlen. Besonders jetzt, da das Gehen nicht mehr so leicht fällt, sei es ein Vorteil, in einer verhältnismässig ebenen Umgebung zu leben. «Im Appenzellischen ist alles hügelig, das kann ganz schön beschwerlich sein, wenn man dann nicht mehr so gut zu Fuss ist», sagt Clementine Flury mit einem Schmunzeln.

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