«Wir haben keinen Zirkus um die Fernsehrunde veranstaltet»

Heute abend ist Sonja Bopparts Restaurant Haus zum Schiff in Ermatingen Schauplatz der SRF-Sendung «Mini Beiz, dini Beiz». Für sie hat es sich gelohnt.

Nicole D'orazio
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Sonja Boppart Wirtin «Schiff», Ermatingen (Archivbild: Olivia Hug)

Sonja Boppart Wirtin «Schiff», Ermatingen (Archivbild: Olivia Hug)

Frau Boppart, heute abend sind Sie Gastgeberin in der Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» im Schweizer Fernsehen. War es ein stressiger Tag, als die Filmcrew und die Gästerunde bei Ihnen waren?

Sonja Boppart: Ja, wir hatten ein volles Haus. Es waren unter anderen Jassgruppen da und der Lärmpegel relativ hoch. Wir haben den Drehtermin erst kurzfristig erhalten. Ich sagte der Filmcrew, dass es eng werden würde. Wir konnten uns daher auch nicht speziell um die Fernsehgäste kümmern wie vielleicht in den anderen Lokalen.

In der Sendung geht es darum, dass Stammgäste fünf verschiedener Beizen zusammen in allen Lokalen essen und diese und deren Essen bewerten. Wissen Sie, ob Ihr Angebot gut angekommen ist?

Boppart: Wir haben an diesem Abend grilliert, obwohl es schlechtes Wetter war, und haben kein spezielles Menu aufgetischt oder die Karte geändert. Wir haben keinen Zirkus um die Filmcrew und die besondere Runde veranstaltet. Mir wurde im Nachhinein erzählt, dass es den Leuten bei uns gefallen hat. Mein Lokal sei herzig und gemütlich, jedoch laut. Das Essen wurde gelobt. Mehr weiss ich auch nicht. Ich bin deswegen selber auf die Sendung gespannt.

Wen haben Sie als Stammgast Ihres Lokal ausgewählt?

Boppart: Meinen Nachbarn Max Dössegger. Als ehemaliger Kantonsarzt kennt man ihn im Thurgau. Er ist zudem pensioniert und hatte an allen nötigen Abenden während einer Woche Zeit. Zudem ist Max mein Weinberater. Er hilft mir bei meiner Karte.

Das Restaurant Haus zum Schiff gibt es noch gar nicht lange. Wie ist das Fernsehen auf Ihr Lokal aufmerksam geworden?

Boppart: Ich war überrascht, als ich für die Sendung angefragt wurde. Wir haben ja erst seit April geöffnet. Zuerst habe ich das E-Mail für einen Scherz gehalten. Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass es sich um eine seriöse Firma aus Köln handelt. Anscheinend haben die Mitarbeiter nach verschiedenen Restauranttypen im Kanton gesucht. So kamen sie auf uns.

Was erhoffen Sie sich nun von der Fernsehpräsenz?

Boppart: Etwas mehr Werbung über die kantonale Grenze hinaus. Der Start ist uns gut gelungen. Nun hoffe ich, dass mehr Gäste aus der ganzen Schweiz zu uns kommen.

Würden Sie wieder bei der Sendung mitmachen?

Boppart: Ja. Es war ein lustiger Tag. Wir mussten einige Szenen mehrmals drehen, bis sie im Kasten waren. Die Filmcrew war toll und auch die Stammgäste haben sich gut verstanden. Auch Max Dössegger hatte Spass.

Die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» wird heute abend um 18.15 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt. Die anderen Lokale sind: Wunderbar, Arbon; Bacilus, Frauenfeld; Paradies, Schlatt und Mühle, Stachen.