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«Wir geben weiter Gas»

ROMANSHORN. Die Organisatoren des Romanshorner Seenachtsfestes ziehen eine durchwegs positive Bilanz und vermelden einen Rekord. Sie verkauften 8500 Eintrittsbillette – so viele wie noch nie. Bei der Show der Patrouille Suisse habe er Gänsehaut bekommen, sagt OK-Präsident Marcel Fisch.
Langzeitbelichtung des Feuerwerkes: Pyrotechnisches Kunstwerk. (Bild: Christian Brühwiler)

Langzeitbelichtung des Feuerwerkes: Pyrotechnisches Kunstwerk. (Bild: Christian Brühwiler)

Herr Fisch, Sie waren am Sonntagnachmittag «mehr als happy» über den Verlauf des Sommernachtsfestes, wie Sie selber sagten. Sind Sie es am Tag danach immer noch?

Marcel Fisch: Ja, auf jeden Fall. Es lief alles perfekt.

Liegen die definitiven Besucherzahlen mittlerweile vor?

Fisch: Wir haben 8500 Eintrittsbillette verkauft.

Sind das viele im Vergleich mit anderen Jahren?

Fisch: Das sind sehr viele. In den 16 Malen, an denen das Sommernachtsfest mittlerweile durchgeführt wurde, hatten wir noch nie mehr.

Wo lag die Rekordmarke bis zu diesem Jahr?

Fisch: Bei 8000 zahlenden Besuchern.

Tatsächlich befanden sich am Samstag aber weit mehr Besucher auf dem Festgelände.

Fisch: Das ist richtig. Wer vor 15 Uhr kam, musste nichts zahlen. Auch Jugendliche bis zu einer gewissen Grösse konnten gratis ans Sommernachtsfest. Insgesamt dürften allein am Samstag zwischen 12 000 und 14 000 Besucher im Hafengelände gewesen sein.

Und wie war es am Freitag und Sonntag?

Fisch: An beiden Tagen war der Besuch gut, überraschend gut vor allem am Sonntag, nachdem es am Morgen ununterbrochen geregnet hatte. Wir mussten die Standbetreiber deswegen teilweise sogar motivieren zu bleiben. Alle waren nachträglich froh, dass sie ihre Zelte nicht frühzeitig abgebrochen hatten.

Gab es speziell am Samstag keine Verkehrsprobleme?

Fisch: Nein, es gab keine Engpässe, weil nicht alle zum gleichen Zeitpunkt gekommen sind. Es verteilte sich gut.

Das Romanshorner Sommernachtsfest dürfte in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben. Ist das so?

Fisch: Ja.

Wird das Geld auf die hohe Kante gelegt für ein nächstes Mal, wenn das Wetter nicht mitspielt?

Fisch: Teils sicher. Unser Verein steht aber bereits jetzt auf gesunden oder sogar sehr gesunden Beinen. Einen anderen Teil des Überschusses werden wir sicher brauchen, um weiter alle Auflagen zu erfüllen, die jedes Jahr höher werden.

Wie viele schlechte Jahre könnte der private Trägerverein des Sommernachtsfestes überstehen mit den Reserven, die in den letzten Jahren angelegt wurden?

Fisch: Wir könnten zwei oder drei sehr schlechte Jahre haben mit Dauerregen und hätten noch immer nicht das ganze Eigenkapital aufgebraucht.

Spielte das Wetter bis jetzt immer mit, oder sind die Verantwortlichen einfach vorsichtig mit dem Geld umgegangen?

Fisch: Beides. Wir hatten in den letzten drei Jahren mehr oder weniger Glück mit dem Wetter. Und wir haushalten gut und machen vieles selber. Das betrifft den fünfköpfigen Vorstand und die 13 Helfer am Fest.

Die Besucher mussten am Samstag erstmals auch nach dem Feuerwerk einen reduzierten Eintritt zahlen. Hat sich diese Massnahme bewährt?

Fisch: Ja, sehr sogar. Zum einen finanziell: Wir haben nochmals etwa 1300 Billette verkauft, was uns überrascht hat. Zum anderen auch aus sicherheitstechnischen Gründen: Die Polizei und die Sicherheitskräfte haben die Neuerung ausdrücklich begrüsst.

Warum?

Fisch: Mit dem Eintritt bauten wir eine gewisse Hürde auf für Personen, die ans Fest gekommen wären, nachdem sie sich ausserhalb mit Alkohol aufgepusht haben.

Welche Rückmeldungen hatten Sie von Besuchern und Ausstellern?

Fisch: Das Feedback ist durchwegs sehr positiv.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Fisch: Eindeutig die Patrouille Suisse, deren Show bei mir Gänsehaut ausgelöst hat. Das war sensationell.

Die Fliegerstaffel war auch ein Publikumsmagnet. Ist sie fürs nächste Jahr bereits wieder fürs Sommernachtsfest gebucht?

Fisch: Wir würden sie gerne wieder in Romanshorn haben, was aber nicht so einfach ist. Abgesehen davon wäre es zu früh, sie bereits im nächsten Jahr wieder im Programm zu haben. Wir können nicht immer eine Flugshow bringen. Es ist aber klar, dass wir den Besuchern des Sommernachtsfestes neben dem Feuerwerk wieder ein zweites Highlight am frühen Abend bieten wollen. Es fehlt uns nicht an Ideen. Wir müssen jetzt schauen, ob sie auch realistisch sind. Wir geben auf jeden Fall Gas.

Was lief nicht so gut?

Fisch: Es gab ganz kleine Probleme, weil beispielsweise Autos auf öffentlichen Parkplätzen im Weg standen. Sonst fällt mir nichts ein. Es lief fast schon beängstigend gut.

Angeblich soll es zu wenig gedeckte Plätze gegeben haben.

Fisch: Wir haben nicht 10 000 gedeckte Sitzplätze, aber das entspricht unserem Konzept, an dem wir festhalten wollen.

Am frühen Sonntagmorgen wurde ausserhalb des Festgeländes ein Mann ausgeraubt. Gab es weitere Zwischenfälle?

Fisch: Nein, zum Glück nicht. Wir haben aber eher auch ein ruhigeres Publikum, was wir mit dem Musikprogramm gezielt steuern, das nicht auf die ganz Jungen zugeschnitten ist.

Interview: Markus Schoch

Marcel Fisch OK-Präsident Sommernachtsfest (Bild: Quelle)

Marcel Fisch OK-Präsident Sommernachtsfest (Bild: Quelle)

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