Windkraftanlage beschäftigt Gemeinde Amlikon-Bissegg

AMLIKON. Nur wenige Punkte fanden sich auf der Traktandenliste an der Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg am Donnerstagabend. So hatten die 51 Stimmberechtigten nur über die Rechnung 2015 (siehe Kasten) und die Gewinnverwendung von 318 300 Franken zu befinden.

Rudolf Steiner
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AMLIKON. Nur wenige Punkte fanden sich auf der Traktandenliste an der Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Amlikon-Bissegg am Donnerstagabend. So hatten die 51 Stimmberechtigten nur über die Rechnung 2015 (siehe Kasten) und die Gewinnverwendung von 318 300 Franken zu befinden. Beide Traktanden wurden einstimmig gutgeheissen.

Gemeindepräsident Othmar Schmid konnte die Stimmberechtigten noch über den Fortschritt des Glasfasernetzes informieren, das Ende 2016 bis auf drei Liegenschaften abgeschlossen sein wird. Neu wird sich die Verwaltungsangestellte Monika Hügli mit einem Pensum von 20 Stellenprozent dem Krankenkassen Case Management widmen. Damit wird versucht, dank Begleitung Kosten aufgrund von rückständigen Krankenkassenprämien möglichst klein zu halten. Momentan befasst sie sich mit 50 Fällen im Gesamtbetrag von fast 250 000 Franken.

Windenergie vom Hessenbohl

Im Anschluss an die Versammlung informierten Lena Windler von der Abteilung Energie des kantonalen Departements für Inneres und Volkswirtschaft und Jean-Marc Degen vom Elektrizitätswerk des Kantons Zürich (EKZ) über den geplanten Wind-Energiepark bei Hessenbohl auf dem Gemeindegebiet von Lustdorf. Hessenbohl ist einer von sieben Standorten im Kanton Thurgau, die sich aufgrund der 2014 erstellten Wind-Potenzialstudie für den Kanton Thurgau eignen würden. In dieser Studie wurde der Standort in Lustdorf abgeklärt, mit dem Ergebnis, dass im betreffenden Gebiet Hessenbohl, Grueb und Held das Potenzial für sieben Standorte – zwei auf offenem Feld und fünf im Wald – mit einer Jahresproduktion von 25 Gigawattstunden vorhanden wäre. Dies entspricht dem jährlichen Verbrauch von 6 000 Haushalten. Das EKZ wäre bereit, in diesen Wind-Energiepark 50 Millionen Franken zu investieren, wobei eine finanzielle Beteiligung der betroffenen Gemeinden möglich wäre.

Gute Noten für den Standort

Die Betriebsdauer für die Anlage wird auf 25 Jahre geschätzt, ein allfälliger Rückbau wäre gemäss Informationen des EKZ-Vertreters problemlos möglich. Der Standort in Lustdorf wird aufgrund der Studie als guter Standort mit einem für Schweizer Verhältnisse ausreichenden Windaufkommen, guter Infrastruktur und geringer Beeinträchtigung für Natur und Bevölkerung eingestuft.

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