WIGOLTINGEN: Kaffeesatz auf Bildern

Malerin Renate Keller und Bildhauerin Priska Müller zeigen ihre Arbeiten in der Chürzi. Am Sonntag war die Vernissage.

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Renate Keller (Brille) spricht mit einer Besucherin. (Bild: Manuela Olgiati)

Renate Keller (Brille) spricht mit einer Besucherin. (Bild: Manuela Olgiati)

«Wir zeigen leidenschaftliche und farbige Werke», sagte Daniela Müller bei der Begrüssung der rund 60 Vernissage-Gäste im Museum Chürzi am Sonntag. Müller ist Vorstandsmitglied des Museumsvereines für Geschichte und Kultur Wigoltingen. Für die Ausstellung konnten zwei Kunstschaffende gewonnen werden, die eine faszinierende und gegensätzliche Kunst zeigen. Kennengelernt haben sich die beiden an einem Kurs, dann kam die Idee der gemeinsamen Ausstellung.

Zum einen stellt die Schwester der Vernissagerednerin, Priska Müller aus Uttwil, erstmals ihre Skulpturen aus Stein und Ton aus. Dass die 53-jährige gelernte Fachfrau Psychiatrie und Therapeutin mit eigener Praxis zum Arbeiten mit Stein kam, liege mehr als 20 Jahre zurück, sagt sie. Nach einer mehrjährigen Pause zeigt sie in der Ausstellung nun ganz unterschiedliche Werke. Angefangen mit Sandstein, wagte sie sich bald an Marmor und Speckstein. Mit jedem Schlag in ein Stück harten Stein will sie Zeichen setzen, Zwiegespräche führen mit dem Material.

Abstrakte Bilder in Rot- und Goldtönen

Leidenschaft steckt auch in den Bildern der zweiten Künstlerin. Renate Keller aus Märstetten zeigt abstrakte Acrylbilder in satten Farben. Das Gestalten hat die 56-jährige Künstlerin bereits in der Schulzeit fasziniert. Vor zweieinhalb Jahren hat sie begonnen, ihre Bilder auf Leinwand zu produzieren. Dabei verwendet sie zusätzliche Materialien wie Sand, Strukturpaste oder Kaffeesatz. Wer ein Bild von Keller kauft, tut Gutes. Mit einem Teil des Erlöses unterstützt sie die Stiftung Sonnenhalde in Münchwilen.

Die Ausstellung im Museum Chürzi ist an den kommenden drei Sonntagen bis am 19. November von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Künstlerinnen sind jeweils anwesend.

Manuela Olgiati

weinfelden@thurgauerzeitung.ch