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WIGOLTINGEN: Die Wächter müssen weichen

Vier Bäume vor der evangelischen Kirche sollen gefällt werden. Sie beschädigen das Mauerwerk. In welchem Umfang die Bäume ersetzt werden, ist noch nicht geklärt.
Sabrina Bächi
Daniela Müller, Vizepräsidentin der Kirchgemeinde, vor der Kirche. Rechts zwei der alten Bäume, die gefällt werden müssen. (Bild: Mario Testa)

Daniela Müller, Vizepräsidentin der Kirchgemeinde, vor der Kirche. Rechts zwei der alten Bäume, die gefällt werden müssen. (Bild: Mario Testa)

Sabrina Bächi

sabrina.baechi

@thurgauerzeitung.ch

Wer in Wigoltingen zur Kirche will, muss an den vier Wächtern vorbei. Seit Jahren stehen die alten Bäume neben der Treppe zur Kirche und harren der Zeit. Nun sollen sie, im Zuge der Dorfplatzgestaltung, gefällt werden. Beschlossen wurde dies an der vergangenen Kirchgemeindeversammlung. Das Verschwinden der vier grossen Bäume betrifft jedoch alle Wigoltinger. «Wenn die Bäume nicht mehr stehen, verändert sich das Dorfbild», sagt Daniela Müller, Vize-Präsidentin der Kirchgemeinde. Die Auffrischung des Gesamtbildes hängt jedoch stark mit dem geplanten Dorfplatz zusammen, der derzeit ebenfalls gebaut wird.

Neuer Platz für ein Dorfzentrum

Vor der «Chileschür» der Kirchgemeinde befindet sich derzeit ein grosses Loch. Grosse Baumaschinen stehen da, Wurzeln von Sträuchern liegen in einer Ecke. «Das sind zwei Parzellen. Eine gehört der Kirchgemeinde, die andere der Politischen Gemeinde», erklärt Müller. Wo einst eine Scheune, alte Garagen und ein verwilderter Garten standen, sollen künftig neue Garagen, gut zehn öffentliche Parkplätze und ein Pärkli mit fünf Bäumen entstehen. So soll ein Dorfplatz erblühen, der mit Festen auch belebt werden soll. «Die Chileschür und der Platz können gemietet werden. Etwa für Hochzeiten oder Taufen. Auch die Gemeinde kann hier Anlässe durchführen», sagt Müller. Ein neues Zentrum für Wigoltingen.

Der Museumsverein spendet gar einen der fünf Bäume auf dem Dorfplatz. Er feiert das 25-Jahr-Jubiläum und verewigt sich so im Dorfzentrum. Dass der verwilderte Garten endlich wegkommt, sei bei vielen gut angekommen, sagt Giusep Blumenthal vom Bauamt der Gemeinde. Dass aber gleichzeitig vier grosse und alte Bäume gefällt werden, stosse auf weniger Verständnis.

«Die Wurzeln der Bäume greifen das Mauerwerk an, deshalb müssen sie weg», sagt Müller. Die Denkmalpflege habe bei Sichtungen von Archivfotos jedoch herausgefunden, dass schon immer Bäume neben der Treppe standen. «Deshalb müssen sie ersetzt werden.» In welcher Form, welche Baumart und ob es nur zwei neue Wächter gibt, ist noch nicht entschieden. Sicher ist, dass die Bäume nicht im Verzeichnis der schützenswerten Bäume stehen, erklärt Müller. Das Fällen sei auch nicht teuer, nur etwa 1000 Franken koste das. Diese Woche soll es den Bäumen noch an den Kragen gehen. Der neu gestaltete Dorfplatz sollte Mitte Juni fertig sein. «Eine Einweihungsfeier ist angedacht.» Dann bereits unter Aufsicht der neuen Wächterbäume.

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