Wiederholungskurs im Alterszentrum

Im Alterszentrum Bussnang stehen diese Woche 60 Zivilschutzangehörige im Einsatz. Sie absolvieren ihren regulären Wiederholungskurs und kommen an den verschiedensten Orten im Zentrum zum Einsatz.

Werner Lenzin
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Benjamin Ricchiuto, Ausbildungsoffizier Dominik Brüschweiler und Mitarbeiterin Helena Matias rüsten Salat im Alterszentrum. (Bild: Werner Lenzin)

Benjamin Ricchiuto, Ausbildungsoffizier Dominik Brüschweiler und Mitarbeiterin Helena Matias rüsten Salat im Alterszentrum. (Bild: Werner Lenzin)

BUSSNANG. «Unsere Leute sind motiviert und nehmen ihre Aufgabe ernst», sagt Ausbildungsoffizier Dominik Brüschweiler. Er hat mit Priska Schönenberger, zurzeit verantwortlich für den operativen Bereich des Alterszentrums Bussnang, und Silvan Frischknecht das Programm für den Wiederholungskurs der Zivilschutzregion Weinfelden bis in alle Details vorbereitet. Studenten und Berufsleute verschiedener Richtungen bietet sich in diesen Tagen die Gelegenheit, betagte Menschen zu begleiten – tatkräftig unterstützt durch das Personal.

Für Brüschweiler ist dieser Einsatz absolut realistisch und professionell: «Es handelt sich hier um Einsatzszenarien wie beispielsweise eine Evakuation bei Hochwasser oder Mithilfe, wenn ein Teil des Personals wegen einer Grippepandemie ausfällt. Auch der Lift könnte einmal ausfallen und dann wäre unser Einsatz wohl erforderlich», sagt Brüschweiler.

Herausforderung fürs Zentrum

Auch für das Team des Alterszentrums sind diese Tage eine echte Herausforderung, gilt es doch, gleichzeitig die Bewohner und die Zivilschutzangehörigen zu betreuen. Trotzdem empfinden sie die ungewohnte Situation als sehr positiv.

In der Küche ist Programmierer und Zivilschützer Benjamin Ricchiuto aus Weinfelden mit dem Rüsten eines Nudelsalates beschäftigt: «Ich habe mich für die Küchenarbeit gemeldet, weil es eine repetitive und beruhigende Arbeit ist und man am Schluss sieht, was man gemacht hat», sagt der junge Zivilschutzangehörige. Im Gang begleitet Hasim Bajrami eine Zentrumsbewohnerin in einem Rollstuhl. Für den Weinfelder Pflegeassistenten einer Rehaklinik ist diese Arbeit nichts Neues.

Begeisterung für die Arbeit

«Ich finde es einen lässigen Einsatz, der Sinn macht und von dem alle etwas haben», sagt der in Weinfelden wohnende und in Küsnacht arbeitende Sekundarlehrer Dragan Mestrovic. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist die Anwesenheit des Zivilschutzes auch eine willkommene Abwechslung. Eine betagte Frau kann den Beteiligten ein grosses Lob aussprechen: «Sie sind einfühlsam, hilfsbereit und mit Leib und Seele dabei.»