Who is who

Bald ist es wieder so weit und das alljährliche «Who is who» des Kantons Thurgau wird präsentiert. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Sport und Politik werden dann wieder aufgelistet, und manch einer hofft natürlich, in den erlauchten Kreis der Geehrten aufgenommen zu werden.

D'wüelmuus
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Bald ist es wieder so weit und das alljährliche «Who is who» des Kantons Thurgau wird präsentiert. Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur, Sport und Politik werden dann wieder aufgelistet, und manch einer hofft natürlich, in den erlauchten Kreis der Geehrten aufgenommen zu werden. Was wird da nicht alles unternommen, um in die engere Ausmarchung zu gelangen. In den letzten Tagen ist auch die SVP Weinfelden recht aktiv geworden, um sich – so quasi in letzter Minute – auch noch für die eine oder andere mögliche Nomination zu empfehlen.

In welcher Kategorie sie aber aufgeführt werden könnte, ist alles andere als klar: Im Bereich Kultur wird sie wohl keinen Platz finden, denn ihr Beitrag ist weder kulturell noch sonst wie herausragend. Höchstens fehlende Kultur, Parlamentskultur nämlich, könnte sie geltend machen. Im Bereich Sport werden sich die übrigen Sportler wohl kaum bedrängt fühlen, ist die Leistung, welche sie geltend macht, aber auch ihr Verhalten, eher unsportlich. Bei der Wirtschaft wäre eine Nomination noch am ehesten zu erwarten. Und bei der Politik? Bei einer Nomination in diesem Bereich müsste dann allerdings ein grosses Fragezeichen gesetzt werden. Entspricht es einer grossen politischen Leistung, wenn man sich selber abschaffen will? Wenn reglementarische Rechte des Gemeindeparlaments so ohne weiteres abgegeben werden?

Immerhin wissen wir nun seit ein paar Tagen, wer hinter diesen Aktivitäten steht. So quasi das «Who is who» der Parlamentsfraktion aus Weinfelden. Ob deswegen gleich noch eine neue Kategorie ins Leben gerufen wird?